19.04.2012
Artikel versenden Artikel drucken Leserbrief schreiben

Deutschandstipendium ist in Passau eine Erfolgsgeschichte


Die Universität vergibt erneut 31 zusätzliche Deutschlandstipendien à 300 Euro monatlich pro Empfänger und wird mit weiteren Vergaberunden auch im Jahr 2012 die deutlich angehobene Förderhöchstquote des Bundes erreichen.

Die Universität Passau erhöht in diesem Jahr die Zahl der Studierenden mit einem Deutschlandstipendium maßgeblich. Zum Sommersemester erhalten 31 zusätzliche Stipendiaten für zunächst ein Jahr ein Stipendium von 300 Euro pro Monat. Bereits im Januar hatte die Universität das Programm um zehn neue Stipendien aufgestockt.

 

Zusammen mit den schon zum Start des Deutschlandstipendiums im Jahr 2011 vergebenen Stipendien profitieren nun insgesamt 75 Passauer Studierende von dem Bundesprogramm. 150 Euro muss die Universität dafür von privaten Geldgebern einsammeln, weitere 150 Euro schießt das Bundesministerium für Bildung und Forschung zu. Förderte der Staat im Jahr 2011 maximal 39 Studierende, steigt die Quote in diesem Jahr auf 90 Stipendien.

 


„Wir wollen den Spielraum des Deutschlandstipendiums voll ausnutzen, um unseren Studierenden mit den höchsten Leistungen noch bessere Studienbedingungen zu ermöglichen“, erklärt Präsident Prof. Dr. Burkhard Freitag. Im Jahr 2011 gehörte die Universität Passau zu den drei bayerischen Universitäten, die ihr Kontingent voll ausgeschöpft haben; insgesamt liegt die Ausschöpfungsquote der bayerischen Hochschulen bei 66 Prozent der möglichen Stipendien. „Für uns ist es ein besonderer Erfolg, Sponsoren aus der Wirtschaft von den Vorteilen des Stipendiums und des Austauschs mit unseren Studierenden aller Fachrichtungen überzeugt zu haben“, so Freitag.

 


Als größten Förderer konnte die Universität die ZF Friedrichshafen AG gewinnen. „Wir unterstützen das Deutschlandstipendium, um begabten Studierenden bei der Finanzierung ihres Studiums unter die Arme zu greifen. Leistungsstarke Studenten können so ihr Potenzial voll ausschöpfen“, erklärt Wilhelm Rehm, Mitglied des Vorstands der ZF Friedrichshafen AG, Leiter der Division Industrietechnik.

 

„Durch das Programm nehmen wir persönlich Kontakt zu den Stipendiaten auf. Dies hilft uns, den akademischen Nachwuchs in der Region Passau gezielt zu fördern und unser Unternehmen noch stärker mit der Universität zu vernetzen. Als größter Arbeitgeber der Region und zugleich als Weltkonzern mit über 72.000 Mitarbeitern ist ZF auf leistungsfähigen Nachwuchs angewiesen. Das Deutschlandstipendium sehen wir daher als Investition in die Zukunft – für ZF und für die Region“.

 

366 Studierende hatten sich für die aktuelle Auswahlrunde beworben. Ausschlaggebend sind zunächst die erzielten Studienleistungen bzw. bei Studienanfängern die Schulleistungen. Zur Feinsteuerung kommen Aspekte wie besondere Bedürftigkeit, internationale Ausrichtung und Engagement neben dem Studium hinzu.

 


Ermöglicht wird das Stipendienprogramm an der Universität Passau durch mehrere Firmen, Stiftungen, Vereine und Privatpersonen. Hauptsponsor ist die ZF Friedrichshafen AG, die sich gleich zum Start des Stipendienprogramms im Sommersemester 2011 maßgeblich engagiert hat.

 

Die Verlagsgruppe Passau, die Franz- und Maria-Stockbauer’sche Stiftung der Löwenbrauerei Passau, die Passauer Universitätsstiftung und der Alumni-Club Ehemaligenverein bringen sich jeweils mit mehreren Stipendien ein. Neben weiteren regionalen und überregionalen Firmen (msg systems AG, MICRO-EPSILON Messtechnik GmbH & Co.KG, Engel & Zimmermann AG, Dr. Michael Taeger & Partner Strategy Consultants) haben auch Privatpersonen Jahresstipendien übernommen: Prof. Dr. Andreas Pfeifer, Dr. Hubert Wagner, Dr. Richard Ausfelder und weitere Spender, die nicht namentlich genannt werden möchten.