27.07.2012 Regensburg
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Wissenschaftsminister Dr. Heubisch an der HS.R

Viel Lob für neuen berufsbegleitenden Bachelor


Bei der Pressekonferenz an der HS.R: (von links) Prof. Dr. Ralph Schneider, HS.R-Senatsvorsitzender, HS.R-Präsident Prof. Dr. Wolfgang Baier, Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch und HS.R-Vizepräsident und Studiengangsleiter Prof. Dr. Wolfgang Bock berichteten von ihren Eindrücken im Anschluss an den Erfahrungsaustausch mit den Studierenden des berufsbegleitenden Bachelors Systemtechnik. Foto: Feuerer

„Wenn ich Unternehmer wäre, würde ich mich nach diesen Studierenden umschauen “, sagte Dr. Wolfgang Heubisch, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst am 26. Juli 2012 an der Hochschule Regensburg (HS.R). Gemeint hat er die Studierenden des berufsbegleitenden Bachelors Systemtechnik. Wissenschaftsminister Dr. Heubisch hat sich mit den 26 Studierenden des neuen Studienangebots zusammengesetzt und sie nach fast zwei Semestern Studium nach ihren ersten Erfahrungen befragt.



Zum vergangenen Wintersemester 2011/2012 hatte die HS.R den kostenpflichtigen, berufsbegleitenden Bachelor erstmals im Angebot. Der Zugang ist auch ohne Hochschulreife möglich. Unter den ersten 26 Studierenden befinden sich Meister, Techniker und beruflich Qualifizierte. Vor allem die Motivation der Studierenden hat Wissenschaftsminister Dr. Heubisch nach eigener Aussage nachhaltig beeindruckt. Im Anschluss an das Gespräch mit den Studierenden nannte er den berufsbegleitenden Bachelor ein „Erfolgsmodell“. Auch HS.R-Präsident Prof. Dr. Wolfgang Baier betonte: „Wir sind von diesem Konzept überzeugt.“ Es werde in Zukunft immer wichtiger, verschiedene Zeitmodelle für ein Studium anzubieten, so HS.R-Präsident Prof. Dr. Wolfgang Baier.



Wie vereinbaren Sie Beruf, Studium und Familie? Was treibt Sie an, dieses neunsemestrige Studium zu absolvieren? Wie finanzieren Sie es? Was können wir noch verbessern? Durch diese und ähnliche Fragen erfuhr Dr. Heubisch, dass die Arbeitgeber der Studierenden - 21 verschiedene, große und kleine Unternehmen der Region - ihre Mitarbeiter bei dem Studium in unterschiedlichster Form unterstützen oder aber auch nicht. Von Unternehmensseite berichtete Silka Görtler, Produktionsleiterin bei GE Aviation, Regensburg, von ihren Erfahrungen mit dem neuen Angebot. GE Aviation hat zwei ihrer Mitarbeiter, die derzeit an der HS.R Systemtechnik studieren. Görtler lobte den Studiengang: „Wir brauchen Ingenieure, vor allem mit Praxiserfahrung.“ Der berufsbegleitende Bachelor verbinde genau diese Anforderungen.



„Dieses Studium ist kein Honigschlecken“, stellte Dr. Heubisch nach dem Gespräch mit den Studierenden fest. Die Studierenden berichteten ihm davon, dass sie in den nächsten vier Jahren auf einen Großteil ihres Urlaubs verzichten würden. Deutlich wurde auch, dass ohne Rückhalt der Familie solch ein Studium nicht realisierbar ist. „Mathematik ist ein Knackpunkt. Da müssen wir dran arbeiten“, sagte Dr. Heubisch nach der Präsentation der ersten Prüfungsergebnisse der Studierenden. Unterstützung bieten hier Vor-Kurse und vor allem Tutorien an der HS.R, so die Meinung der Studierenden. Bestätigt sah sich Dr. Heubisch in seiner Annahme, dass auch bei dem berufsbegleitenden Studienangebot persönlicher Austausch und Präsenzzeiten gewünscht sind.



Derzeit läuft die Anmeldefrist für den zweiten Start des Bachelors Systemtechnik mit Beginn zum Wintersemester 2012/2013 (ab 1. Oktober 2012). Bayernweit existieren nur 13 berufsbegleitende Bachelorstudiengänge. Die HS.R ist vor einem Jahr als eine der ersten Hochschulen mit dem technisch orientierten, berufsbegleitenden Bachelor Systemtechnik gestartet. Das Zentrum für Weiterbildung und Wissensmanagement (ZWW) der HS.R organisiert und betreut das Studienangebot. Für Wissenschaftsminister Dr. Heubisch steht fest: „Wenn die Nachfrage nach dem berufsbegleitenden Bachelor da ist, bauen wir aus.“



Abschließend lobte Minister Dr. Heubisch die Hochschule Regensburg (HS.R). Als Hochschule für angewandte Wissenschaften sei sie ideal geeignet, solch ein Studienformat anzubieten. Auch vom Wissenschaftsstandort und dem Campus Regensburg war er sichtlich angetan: „Der Regensburger Campus ist ein Traum“, so Dr. Heubisch.



Autor: Hochschule Regensburg Pressestelle

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