14.11.2017, 09:28 Uhr

Preisgekrönt Für ein Kratz-Erlebnis mit Stil


Niederbayerische Katzenhalterin designt „Luxus-Möbel“ für Katzen

BISCHOFSMAIS Nicht der Hund, sondern die Katze ist der Deutschen liebstes Haustier: Rund acht Millionen Halter gibt es in der Bundesrepublik, die es in Summe auf eine stattliche Zahl von 13 Millionen Stubentigern bringen. Miezen zwischen Flensburg und Garmisch-Partenkirchen dürfen sich jetzt auf eine besondere Bereicherung ihres heimischen Wohnumfelds freuen, wenn ihre Besitzer denn mitziehen: Einen Design-Kratzbaum, der alle bisher da gewesenen Katzen-Klettergestelle in den Schatten stellt. Entwickelt hat ihn eine findige Katzenbesitzerin aus Bischofsmais im Bayerischen Wald.

Als Evelyn Kroiß für ihre drei Stubentiger „Pilou“, „Flinty“ und „Pandy-Lee“ kein passendes „Katzenmöbel“ fand, wurde sie selbst aktiv. Das Ergebnis begeisterte auch Freunde und Bekannte: Und so entschloss sie sich, 2016 aus der Idee ein Unternehmen zu machen. Inzwischen räumt der stilvolle Kratzbaum aus Niederbayern reihenweise Designpreise rund um den Globus ab.

Jury bestimmt: „Bestes Produkt 2017“

Es ist eine lange Liste an Auszeichnungen, die Evelyn Kroiß mit ihrem Luxus-Katzenmöbel „Mymiu“ in den vergangenen Monaten eingeheimst hat: Der weltgrößte Innovationspreis für Technologie, Sport und Lifestyle, der „Plus X Award“ mit über 600 Teilnehmern adelte die Bayerwald-Erfindung als „innovativste Marke“ und als einziges Startup unter den Preisträgern. Die Juroren zeichneten die Entwicklung zudem als „Bestes Produkt 2017“ aus und verliehen dem Stubentiger-Kratzbaum das Gütesiegel für Design, Innovation, High Quality, Funktionalität, Bedienkomfort und Ökologie. Bei der renommierten Graphis Competition in New York gewann „Mymiu“ einen Award in der Kategorie „Product Design“.

Der Name setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Das englische „My“ symbolisiert nach den Worten der Gründerin Individualität – sowohl die der Katze als auch des Katzenhalters. „Miu“ ist die älteste bekannte Bezeichnung für die Kater aus dem Alten Ägypten und beschreibt die enge Bindung zwischen Katze und Mensch seit nunmehr über 4000 Jahren. „Hinter dem fertigen Produkt stecken mehr als zwei Jahre Arbeit vom ersten Prototyp bis hin zu den fertigen Kratzbäumen“, sagt Kroiß. Sie holte sich professionelle Unterstützung bei lokalen Fertigungsbetrieben und baute eine Vielzahl an Prototypen. „Über 10 Test-Katzen haben in dieser Zeit fleißig getestet, zu Verbesserungen animiert und dabei viel Freude am Erkunden des neuen Kratzbaumes gehabt.“ Um ihren Traum vom eigenen Unternehmen zu verwirklichen, hängte die heute 36-Jährige nach zehn Jahren ihren Job im Marketing für internationale Luxusmarken an den Nagel und kehrte in ihre Heimat, den Bayerischen Wald, zurück.

Individuelle Gestaltung möglich

Was macht die niederbayerischen Kratzbäume (Preis ab 259 Euro) so besonders? „Inspiriert vom Baum des Lebens, dem Ginkgo Biloba, bilden stilisierte Ginkgoblätter das Herzstück“, sagt die Mymiu-Gründerin. Einzigartig seien aber die fast 1000 Möglichkeiten, aus den einzelnen Elementen ein ganz individuelles Werk zu kreieren. Wählen können Katzenfreunde unter anderem aus Buchenholz in drei Holztönen und zehn Teppichfarben und aus drei Produktlinien: freistehend mit Standfuss, als Deckenspanner und zur Montage an der Wand. „So lässt sich ein Einzelstück konfigurieren, das perfekt zu den Vorlieben der Katze und zum Einrichtungsstil designaffiner Katzenhalter passt“, sagt Gründerin Kroiß. Nachhaltigkeit ist ihr dabei besonders wichtig: Die Materialen sind nach strengen Standards zertifiziert und stammen aus der Region.

Sisal zum Krallenschärfen, ein Spielseil und ein Schlupfloch laden zum Spielen und Kratzen ein. Kuschelig weiche aber dennoch robuste Spezial-Teppiche sowie eine große Liegeplattform bieten auch für große Katzenrassen genügend Platz zum Schlafen und Klettern – und stets einen beliebten Hochsitz mit Aussicht. Damit den Samtpfoten nie langweilig wird, können Besitzer die Katzenbäume jederzeit erweitern oder umbauen.


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