20.06.2016

Erfolg bei der Jobsuche

So hebt sich die Bewerbung von der großen Masse ab

Jobsuche
Foto: fotolia.com / Eisenhans
Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist angespannt. Zwar herrscht in vielen Branchen akuter Fachkräftemangel, trotzdem suchen viele Bewerber oft lange Zeit vergeblich nach einer neuen beruflichen Chance. Zu groß ist vielfach die Flut an Bewerbungen, aus denen Unternehmen sich die passende Verstärkung für ihr Team heraussuchen sollen. Wer hier zum Zuge kommen möchte, muss vor allem eines tun: Sich erfolgreich aus der breiten Masse abheben.

Die Suche nach einer Arbeits- oder Ausbildungsstelle gestaltet sich zunehmend schwierig. Wer sich hier auf den Weg macht, sollte lieber einen langen Atem und eine hohe Frustrationstoleranz mitbringen. Oft gehen Monate ins Land, bevor Arbeitgeber und Arbeitnehmer erfolgreich zueinander finden und die Suche auf beiden Seiten ein Ende hat. Für den Bewerber bedeutet dies oft eine Menge Fleißarbeit, denn Bewerbungen werden heute häufig als Massenware versandt, um die Chancen auf Erfolg zu erhöhen.

Viele Unternehmen ziehen inzwischen die elektronische Form der Bewerbung vor, denn auch sie scheuen die Berge von Papier, die eine Stellenausschreibung mit sich bringen kann. Wer sich per E-Mail oder vorgefertigtem Formular bewirbt, spart zwar immerhin Material- und Portokosten, die Enttäuschung ist trotzdem nicht geringer, wenn im Posteingang nach und nach eine Absage nach der anderen eintrifft. Da hilft nur eines: den Bewerbungsprozess optimieren. Das bedeutet, dass die eigene Bewerbung so gestaltet sein muss, dass sie direkt auf dem Schreibtisch des Personalverantwortlichen landet und nicht erst einmal wochenlang auf einen großen Stapel unter vielen anderen vor sich hin schlummert. Mit dem richtigen Know-how kann sich jeder erfolgreich bewerben.

Der erste Eindruck entscheidet

Ein Sprichwort sagt: „Es gibt keine zweite Chance für einen ersten Eindruck“. Das gilt besonders für eine Bewerbung. Ganz gleich, wie automatisiert manche Bewerbungsprozesse in der heutigen Zeit ablaufen mögen, letztendlich ist der Empfänger von Bewerbungsunterlagen ein Mensch, und selbst der routinierteste Recruiter kann sich von seinen persönlichen Empfindungen nicht ganz freisprechen. Der erste Eindruck, den eine Bewerbung hinterlässt, wird sich also immer auf seine Entscheidung auswirken. Das kann eine erste Sympathie oder Antipathie bei einem Gespräch sein oder eben die Gestaltung der Bewerbungsunterlagen, die vor allem für erfahrene Recruiter ein sehr deutliches Bild von dem dahinter stehenden Verfasser zeichnet. Auch wenn es unmöglich ist, den persönlichen Geschmack eines Personalverantwortlichen zu erahnen, gibt es doch ein paar Fettnäpfchen, in die ein Bewerber niemals treten sollte:

  • Verschmutzte, ausgefranste, geknickte oder unsauber gedruckte Unterlagen
  • Unvollständige Unterlagen
  • Fehlerhafte Unterlagen (Rechtschreibfehler, Druckfehler, falsche Fakten, etc.)
  • Ein verspieltes Layout (viele bunte Bilder, eine verschnörkelte Schriftart, ein bunter Umschlag, etc.)
  • Unterlagen, die ohne Schutzhülle oder Mappe in einen Briefumschlag gesteckt werden
  • Handschriftliche Unterlagen oder Ergänzungen (auch der Lebenslauf und das Anschreiben sollten nur auf expliziten Wunsch handschriftlich verfasst werden)
  • Fehlendes Bewerbungsfoto
  • Ein unangemessenes Bewerbungsfoto (zum Beispiel ein zu kleines oder zu großes Foto, ein veraltetes Foto oder ein privates Foto)

Auch wenn E-Mail-Bewerbungen heute die zeitgemäße und häufig auch gewünschte Form der Bewerbung sind, sollte eine Bewerbungsmappe in Papierform zur Verfügung stehen, falls ein Unternehmen Interesse zeigt und die Zusendung weiterer aussagefähiger Unterlagen erbittet. Auch zum Vorstellungsgespräch sollte immer eine vollständige Bewerbungsmappe mitgeführt werden. Eine professionelle Aufmachung der eigenen Unterlagen präsentiert den Inhalt im richtigen Rahmen. Beim Papier darf es ruhig die etwas teurere Variante sein. Dickeres Papier erzeugt einen ganz anderen haptischen Eindruck als die günstige Variante. Außerdem erzeugt hochwertiges Druckerpapier häufig ein sichtbar besseres Druckergebnis.

Ob Bewerbungsunterlagen besser mit dem Tintenstrahl- oder mit dem Laserdrucker aufs Papier gebracht werden sollten, hängt vom gesamten Layout ab. Für die Darstellung von Text und Grafiken sind Laserdrucker eine gute Wahl. Sollen den Bewerbungsunterlagen auch Bilder beigefügt werden, zum Beispiel als Arbeitsproben, kann der Ausdruck mit einem Tintenstrahldrucker hochwertiger ausfallen. Ein umfangreicher Ratgeber zu Drucktechnik und Papierqualität wird unter prindo.de zur Verfügung gestellt.

Innovativ statt Massenware

Vordrucke und Beispiele für Bewerbungen gibt es in Hülle und Fülle. Das Internet ist voll von Seiten, auf denen nicht nur die wesentlichen Bestandteile einer erfolgreichen Bewerbung erläutert werden, sondern auf denen man gleich einen Musterlebenslauf ausfüllen und ausdrucken kann. Das mag zwar ungemein praktisch erscheinen, ist aber auch der sichere Weg zu einer Bewerbung, die sich von der üblichen Massenware um keinen Millimeter abhebt. Wer wirklich etwas erreichen möchte, sollte keine Mühen scheuen und sich mit seiner ganz persönlichen Bewerbung intensiv auseinandersetzen.

Diese Tricks machen aus Massenware ein Unikat:

1. Die eigenen Stärken kennen
Wer ein Produkt verkaufen möchte, sollte seine Vorzüge kennen und diese auch zu präsentieren wissen. Das gilt ganz besonders für die eigene Bewerbung. Am Anfang steht also eine gründliche Analyse der eigenen Stärken und Besonderheiten. Wer sie kennt und gekonnt in Szene setzt, verleiht seiner Bewerbung Persönlichkeit, und zwar die eigene.

2. Den potentiellen Arbeitgeber kennen
Recruiter haben einen langweiligen Beruf. Sie tun den ganzen Tag nichts anderes als sich durch einen Einheitsbrei von Bewerbungen zu wühlen, von denen die meisten so klingen, als hätte der Verfasser im Seriendruckdokument maximal den Namen und die Anschrift des Ansprechpartners ausgetauscht. Findet sich in dem Berg von Bewerbungen aber eine, die individuell auf das Unternehmen zugeschnitten ist, weckt das automatisch Interesse.

Es ist in jedem Fall ratsam, vor einer Bewerbung möglichst viel über den potentiellen neuen Arbeitgeber herauszufinden und dieses Wissen in die Bewerbung einfließen zu lassen. Das vermittelt den Eindruck, als sei das Unternehmen nicht nur eines von vielen sondern ganz bewusst ausgewählt worden, und das hinterlässt immer einen positiven Eindruck.

3. Das Medium der Branche anpassen
Selbstverständlich sollte eine Bewerbung bestimmten Standards entsprechen, um einen professionellen Eindruck zu machen. Trotzdem muss es nicht immer die klassische Bewerbungsmappe sein. Es gibt Branchen, in denen ein wenig Mut zur Kreativität durchaus positiv wirken kann. In vielen Fachbereichen darf eine Bewerbung häufig auch andere Formen annehmen. Ein Videoformat oder eine grafische Aufarbeitung der eigenen beruflichen Laufbahn sind Möglichkeiten, sich bei einem potentiellen Arbeitgeber interessant zu machen und ihm gleich zu Beginn eine Kostprobe der eigenen Fähigkeiten zu geben.

Immer beliebter werden auch Bewerbungsseiten im Internet, auf denen sich Arbeitnehmer oder Suchende präsentieren. Auf diese Weise kann der Recruiter selbst entscheiden, in welchem Umfang er sich ein Bild von einem potentiellen neuen Mitarbeiter machen möchte. Wer eine eigene Bewerbungsseite erstellen möchte, findet unter arbeits-abc.de hilfreiche Tipps und Beispiele für erfolgreiche Bewerbungsseiten.

Wichtig ist, dass das gewählte Medium zur Branche passt, in der der Bewerber Fuß fassen möchte. Kreativität ist eine schöne Beigabe, sie sollte aber niemals über das Ziel hinaus schießen. Mut zur Innovation ist deshalb ebenso wichtig wie ein gesundes Maß und ein gutes Gespür für den richtigen Ton. Wer sich aus der breiten Masse abheben möchte, sollte auffallen, aber bitte niemals negativ.