14.03.2017

Der Weg zum perfekten Heim

Was beim Fertighausbau zu beachten ist

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Für viele Menschen gehört zur Erfüllung eines idealen Familienlebens der Bau eines eigenen Hauses. Befreit von großen Kompromissen und intensiver Immobilien-Suche, mit denen bei vielen Miethäusern oder Mietwohnungen gerechnet werden muss, bietet vor allem der zunehmende Trend des Baus von Musterhäusern bzw. Fertighäusern für viele Familien eine sehr attraktive Alternative.

Gerade für Menschen ohne große Erfahrung in der Bauplan-Erstellung bieten Fertighäuser die Möglichkeit, Risiken beim Hausbau von Beginn an zu vermeiden, während dennoch eigene Ideen der zukünftigen Hausbewohner in die Gestaltung des Heims miteinfließen können. Nichtsdestotrotz gibt es auch hierbei diverse Aspekte beim Fertighausbau, die es zu beachten gilt, damit der Traum des perfekten Heims problemlos in Erfüllung gehen kann.


Alles im Rahmen halten – Das Budget festlegen

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Wünsche für das eigene Heim mögen durchaus keine Grenzen kennen. Allerdings setzt diese ganz schnell der eigene Geldbeutel. Um entsprechend sich selbst und seiner Familie keine finanziellen Probleme mit dem Vorhaben eines Fertighausbaus zu schaffen, muss zunächst das Budget für das "Projekt Hausbau" festgelegt werden. Damit ein realistisches Budget festgelegt werden kann, sollten ungefähre Kosten und mögliche Kredittilgungskosten miteinbezogen werden. Denn nicht jede Familie verfügt über das Grundkapital, um den Großteil der Kosten eines Hausbaus selbst zu tragen. Es ist demnach nicht unüblich und durchaus verbreitet das Haus vollständig durch Kredite zu finanzieren. Der Ratenzahlungsplan samt Zinsen und mögliche weitere Ausbaupläne für das eigene Heim gehören dabei ebenfalls zu einem vorsorglich gesetzten Budget.


Die Qual der Wahl – Den richtigen Haustyp finden

Genauso unterschiedlich wie die Wünsche für das zukünftige Heim sein können, sind so auch die vielfältigen Angebote von Haustypen. Tatsächlich haben nur wenige Familien eine exakte Vorstellung davon, wie ihr Traumhaus genau auszusehen hat. Entsprechend ist es ratsam sich über die individuellen Wünsche aller Bewohner zu informieren, um sich grobe Richtlinien für den gewünschten Haustyp aufzustellen. Hierbei muss zwischen notwendigen Eigenschaften und unnötigem Luxus beim geplanten Haus unterschieden werden, um bei der Suche nach dem idealen Haustyp nicht in der Flut von Angeboten zu ertrinken.


Die Lage des Traumhauses - Grundstück vorhanden oder nicht?

Doch wo soll das zukünftige Heim stehen? Die Antwort auf diese Frage wird in erster Linie durch zwei Faktoren beeinflusst – Ist ein Grundstück für das zukünftige Haus bereits vorhanden oder muss zuerst eines gefunden werden? Bei Bauvorhaben mit bereits gegebenem Grundstück ist hierbei vor allem der Bebauungsplan auf spezifische Vorschriften zu prüfen. Vor allem die Größe des Haustyps und eventuelle zukünftige Anbauten müssen somit der Größe des Grundstücks entsprechen. Falls ein Grundstück erst erworben werden muss, sollte dieses ebenfalls dem gesetzten Budget, individuellen Vorlieben der Familienmitglieder als auch der Größe des eventuell bereits erwählten Haustyps entsprechen.


Wer mitanpackt, der spart – Die Wahl der Ausbaustufe

Wer Kenntnisse im Hausbau hat und auch selbst die Zeit und die nötigen Fähigkeiten besitzt beim Bau des Musterhauses mitzuhelfen, kann die Wahl einer anderen Ausbaustufe beim Hausbau in Erwägung ziehen. Der Bau eines Musterhauses wird zumeist in der Ausbaustufe "Schlüsselfertig" gewählt, was bedeutet, dass der gesamte Hausbau vom Bauunternehmen bzw. dem Hersteller selbst vollzogen wird. Die Stufe "Ausbauhaus" bietet derweil die Möglichkeit, den Innenausbau des Hauses gänzlich selbst gestalten zu können, während die Stufe "Bausatzhaus" Käufern die Möglichkeit gibt das gesamte Haus selbst auf Grundlage eines Bauplans und Bausatzes zu erbauen. Selbstverständlich können so durch die eigene Mithilfe am Bau viele Dienstleistungskosten gespart werden.


Betriebskosten nicht vergessen - Die Planung der Energiekosten

Um auch zukünftig hinsichtlich der Betriebskosten des Hauses auf keine bösen Überraschungen zu stoßen, sollte auch ein effektiver und kostengünstiger Energieplan aufgestellt werden. Dieser ist derweil nicht gänzlich von Strom- und Gasanbietern abhängig, sondern wird ebenfalls stark vom Bau des Hauses selbst beeinflusst. Mit vorsorglichen Maßnahmen beim Hausbau können die Dämmwerte des Hauses so hoch wie möglich gehalten werden, wodurch beispielsweise Heizkosten möglichst niedrig gehalten werden können. Für diejenigen, die einen Schritt weiter gehen möchten und ihre eigene Energie für das Heim erzeugen möchten, sind zudem Optionen wie das sogenannte Plus-Energie-Haus mögliche Alternativen.


Vorsicht ist besser als Nachsicht - Allergiker unter den Bewohnern?

Auch wenn nur leichte Allergien den ein oder anderen Bewohner des zukünftigen Hauses plagen, ist bereits dann zu der Wahl antiallergener Baustoffe zu raten. Allergien auf bestimmte in Baumaterialien enthaltene Inhaltsstoffe können auf längere Zeit für allergische Bewohner das Wohnen im eigenen Heim zu einer Last werden lassen. Um dies zu vermeiden, muss sich über die möglichen Allergien aller Bewohner vorab informiert werden und diese beim Bauplan und der Wahl der Materialien miteinbezogen werden. Von bestimmten Bodenbelägen bis hin zu Isolationsmaterialien können viele Baumaterialien sogenannte "Wohngifte" enthalten, die es zu meiden gilt. Denn eine erst nachträgliche Anschaffung bzw. Änderung zu antiallergenen Stoffen nach dem eigentlichen Hausbau kann zu immensen zusätzlichen Kosten führen.


Immer voraus blicken - Mögliche Ausbau-Pläne für die Zukunft

Ob eine zusätzliche Garage, ein neues Stockwerk oder die Anschaffung nachhaltiger Solar-Panels, sollte auch bei der Planung des Musterhauses immer die Möglichkeit für zukünftige Erweiterungen offen gehalten werden. Auch wenn finanzielle Möglichkeiten hier erneut die Rahmenbedingungen vorgeben, ist vor allem auch das Grundstück bzw. die verfügbare Fläche und Wahl des Haustyps für mögliche zukünftige Ausbaumaßnahmen des Hauses entscheidend.


Vertrauen und Zuvorkommen -
Die Wahl des Herstellers und die richtige Beratung


Mitsamt der Fülle an verschiedenen Haustypen ist auch die Vielfalt verschiedener Anbieter bzw. Hersteller von Musterhäusern entsprechend groß. Auch hier ist der Wahl des Herstellers keinesfalls gleichgültig entgegenzutreten. Dabei ist besonders darauf zu achten, ob die Wünsche und Vorlieben vom Hersteller erfüllt werden können, als auch ob es eventuelle Spezialisten gibt, die ansprechendere Angebote bieten. Aufgrund der Tatsache, dass ein Hausbau eine langfristige finanzielle Investition darstellt, ist eine klare und zuvorkommende Beratung des Herstellers unabdingbar. Wie genau der Hersteller auf die individuellen Wünsche und Fragen des Kunden eingeht und welche Optionen zur möglichen Kosteneinsparung geboten werden, sind Faktoren, die schlussendlich über den Informationsgrad und das Vertrauen in den Hersteller bei der Beratung entscheiden.

Denn schlussendlich ist nicht nur die Wahl des Haustyps, sondern auch die des Anbieters entscheidend für einen problemlosen Weg zum Traumhaus.