03.02.2017 Walserberg

Wiedereinreise wurde ihm zum Verhängnis

Bosnier wandert wegen Mordes und Raubes für über vier Jahre ins Gefängnis

Handschellen, Festnahme, Verhaftung
Die Bundespolizei hat am Donnerstag in der Kontrollstelle auf der A8 drei Haftbefehle vollstreckt. Unter den Festgenommenen befand sich ein wegen Mordes verurteilter bosnischer Staatsangehöriger.

Bereits am Morgen kontrollierten Bundespolizisten die Insassen eines Fahrzeugs mit bulgarischer Zulassung. Bei der Personalienüberprüfung stießen die Beamten bei einem der Mitfahrer auf einen Haftbefehl. Der Serbe hatte wegen Trunkenheit im Verkehr eine offene Geldstrafe in Höhe von rund 2.700 Euro zu zahlen. Der 23-Jährige konnte seine Justizschulden nicht begleichen und wurde von den Bundespolizisten in die Haftanstalt Traunstein eingeliefert. Hier wird er nun die Ersatzhaft von 45 Tagen absitzen müssen. Ähnlich erging es einem rumänischer Staatsangehörigen. Allerdings konnte der 38-jährige, der wegen Diebstahls gesucht wurde, durch Zahlung von knapp 1.500 Euro seine 42-tägige Haft verhindern.

Am Abend kontrollierten die Fahnder die Insassen eines bosnischen Reisebusses. Bei einem 29-jährigen Mitfahrer schlug der Fahndungscomputer Alarm. Bereits im Jahr 2004 war der damals jugendliche Bosnier vom Landgericht Berlin wegen Mordes und Raub mit Todesfolge zu einer Jugendfreiheitsstrafe von insgesamt neun Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Einen Teil der Strafe hatte der Mann damals bereits abgesessen und war schließlich abgeschoben worden. Durch seine erneute Einreise in die Bundesrepublik wird nun die Restfreiheitsstrafe von rund viereinhalb Jahren fällig. Die Bundespolizisten lieferten den Verurteilten in die Justizvollzugsanstalt Bernau ein.
 

Autor: Bundespolizei

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