06.03.2017 Piding

Folgeermittlungen waren nötig:

Schleierfahnder decken Identitätsdiebstahl auf

Polizei, Polizist
Foto: Marcel Mayer
Bereits am Sonntag, den 19. Februar, wurde ein deutsches Pärchen türkischer Abstammung auf der Autobahn an der Rastanlage Piding Süd von Pidinger Schleierfahndern einer Kontrolle unterzogen.

Die Fahrerin legte lediglich eine Gewerbeanmeldung aus München vor, der Beifahrer und Halter hatte ebenfalls keinerlei Personaldokumente dabei. Beide gaben an, ihre Führerscheine in ihren Wohnungen in München vergessen zu haben. Bei der Überprüfung wurde festgestellt, dass die Frau im Januar alkoholisiert in München Auto fuhr und ihr die Fahrerlaubnis entzogen worden war.

Daraufhin musste sie die Beamten im Dienstfahrzeug begleiten und ihr Bekannter fuhr mit seinem Auto hinterher. Auf der Dienststelle stellte sich heraus, dass der 21-Jährige entgegen seiner Behauptung ebenfalls nicht in Besitz einer Fahrerlaubnis war, sondern bereits in München mit einem gefälschten Führerschein angezeigt wurde.

Mit der Anzeigenaufnahme wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis gegen beide wäre es eigentlich ein ganz normaler Fall für die Schleierfahndung gewesen.

Die Sachbearbeiterin stellte allerdings bei ihren Folgeermittlungen fest, dass die angezeigte Fahrerin gar nicht die war, für die sie sich ausgab. Vielmehr nutzte eine 30 Jahre alte Türkin in einer Vielzahl von Fällen die Identität einer existenten Deutsch-Türkin.

Die verzweifelte Frau erhielt in den vergangenen Monaten immer wieder Post von den Justizbehörden und ihr sollte wegen ihrer vermeintlichen Trunkenheitsfahrt sogar der Führerschein entzogen werden. Die Ermittlungen führten nun dazu, dass die tatsächliche Tatverdächtige identifiziert werden konnte.

Sie hat inzwischen eine umfangreiche Aussage gemacht und die Vorwürfe weitgehend eingeräumt. Bei ihr handelt es sich um eine Angestellte der unschuldig verfolgten Geschäftsfrau aus München.


Endstation Piding! Schleierfahnder vollstrecken Haftbefehl 

Anstatt nach München ging es für einen mit Vollstreckungshaftbefehl gesuchten 48-jährigen Österreicher direkt in die Zelle der Schleierfahnder. Rund 1.300 Euro Geldstrafe hätte der Berufskraftfahrer wegen einer Verkehrsunfallflucht bezahlen müssen.

Gegen Mitternacht kontrollierte eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein einen mit vier Männern besetzten Volvo an der Autobahnanschlussstelle Piding-Nord. Nachdem der Beifahrer und die Fondpassagiere ohne Beanstandung blieben, stellten die Fahnder für den Fahrer das aktuelle Festnahmeersuchen der Staatsanwaltschaft München II fest.

Bei einem Rangiermanöver mit einem Lkw, hatte der Niederösterreicher im Sommer 2015 einen im Stadtgebiet von München geparkten Pkw an der Stoßstange erheblich beschädigt. Ohne sich um den Schaden zu kümmern, entfernte er sich damals unerlaubt vom Unfallort.

Obwohl der Strafbefehl seit September 2016 rechtskräftig ist, hatte sich er sich bis jetzt um die Bezahlung der Geldstrafe gedrückt.

Nachdem die geforderte Geldstrafe am Vormittag in München einbezahlt wurde, verließ der Österreicher die Dienststelle als freier Mann.

Autor: pm/glr

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