18.01.2017 Schneizlreuth

Brand Scheinzlreuth:

Kommt der Ex-Bürgermeister auf die Anklagebank?


Foto: FDL/Arz
Sechs Menschen starben beim Brandinferno in Schneizlreuth. Nun erhebt die Staatsanwaltschaft Ankage gegen Klaus Bauregger, den ehemaligen Bürgerneister. Der Grund: Bauregger soll im Zeugenstand gelogen haben.

Sechs Gäste erstickten im Brandinferno von Schneizlreuth, als der historische „Pfarrbauernhof“ in der Nacht zum 23. Mai 2015 in Flammen aufging. Vor fast einem Jahr verurteilte das Landgericht Traunstein den in zwischen 48-jährigen Geschäftsführer einer Event-Agentur zu drei Jahren Haft wegen sechsfacher fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung in 18 Fällen – begangen durch Missachtung von Bau- und Brandschutzvorschriften. In dem Prozess wurde auch immer wieder eine Mitverantwortung der Behörden thematisiert.

Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Traunstein, wie das Landgericht Traunstein auf Anfrage bestätigte, gegen Klaus Bauregger, den 69-Jährigen Ex-Bürgermeister von Schneizlreuth, Anklage wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung in gleich vielen Fällen sowie wegen vorsätzlicher Falschaussage erhoben. Der Grund: Bauregger soll im Zeugenstand gelogen haben. Mehr Infos unter "Staatsanwalt klagt Alt-Bürgermeister an", die aktuelle Pressemitteilung der Traunsteiner Staatsanwaltschaft lesen sie hier: "Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen ehemaligen Schneizlreuther Bürgermeister."

Autor: Monika Kretschmer

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