13.03.2017 Landkreis Traunstein

Mehrere technische Neuerungen:

Neue Rettungswagen in Dienst gestellt

Neuer Rettungswagen
Foto: BRK TS
Der Kreisverband Traunstein des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) hat zwei neue Rettungswagen (RTW) für seine Rettungswachen in Trostberg und Reit im Winkl angeschafft.

Die beiden Spezialfahrzeuge vom Typ Mercedes Sprinter verfügen über wichtige technische Neuerungen und Zusatzfunktionen, auf den ersten Blick fällt jedoch die ungewöhnliche Beklebung auf. Diese soll die Sicherheit der Rettungsdienstmitarbeiter im Einsatz weiter erhöhen.
„Studien haben gezeigt, dass ein Schachbrettmuster mit reflektierenden Leuchtflächen die Wahrnehmung im Straßenverkehr deutlich erhöht – vor allem am Tag. Dies ist für uns wichtig, da unsere Rettungskräfte im Einsatz oftmals schneller als der fließende Verkehr unterwegs sein müssen. Andere Verkehrsteilnehmer erkennen unsere Rettungswagen durch die jetzt auffällige Beklebung noch früher und dadurch wird die Gefahr von Kollisionen an Kreuzungen und Straßeneinmündungen vermindert“, erklärt Hermann Schramm, einer der beiden Leiter des Rettungsdienstes beim BRK-Kreisverband Traunstein.

Neben der rot-gelben Beklebung verschaffen LED-Blaulichter, Frontblitzer und eine Martinshorn-Kompressorfanfare den Rotkreuz-Rettungswagen zusätzliche Aufmerksamkeit im Straßenverkehr.

Bei fast 80 Einsätzen, die die Rettungskräfte des BRK-Kreisverbandes Traunstein durchschnittlich jeden Tag leisten, ist es wichtig, dass die Einsatzfahrzeuge modern ausgestattet sind. Die Innen- um Umfeldbeleuchtung sowie die Handlampe und Beleuchtung der Triffstufe in den beiden neuen Fahrzeugen verwenden moderne LED-Technik.

Ein zusätzliches Bedienfeld für Kommunikation, Licht und Klimatisierung im Patientenraum erhöht die Sicherheit der Rettungskräfte, da diese sich während der Fahrt nicht mehr abschnallen müssen, um diese Funktionen zu bedienen. Abbiegevorgänge werden durch ein Seitenkamerasystem erleichtert. Der Fahrerraum ist mit Digitalfunk und einem automatischen Navigationssystem ausgestattet: Meldungen für die Notfalleinsätze werden von der integrierten Rettungsleitstelle (ILS) direkt auf das Navigationsgerät geschickt, welches den Rettungskräften dann automatisch die günstigste Route zum Einsatzort anzeigt. Und zur einfacheren Bedienung der Wechselsprechanlage wurde neben dem Lenkrad ein Taster platziert.

Wie Schramm weiter berichtete, werden in Zukunft nicht nur die Rettungswagen, sondern auch die neuen Krankentransportwagen (KTW) und Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) des Roten Kreuzes mit der auffälligen Beklebung unterwegs sein. Ein entsprechender Modellversuch in Nürnberg habe den Mehrwert der neuen Fahrzeugoptik bestätigt.
 

Autor: BRK TS/glr

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