19.03.2017 Landkreis Berchtesgaden

Betrug und Auto unterschlagen:

Schleierfahnder erfolgreich unterwegs

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Foto: Bundespolizei
Gleich mehrere "dicke" Fische gingen den Scheierfahndern kürzlich ins Netz. Am meisten dürfte das einen Firmenbesitzer freuen, der seinen geklauten Mercedes Viano nach einem Monat wieder zurück bekommt ...

Bad Reichenhall: Mit falschem Führerschein unterwegs

Am Freitagmorgen kontrollierten Beamte der PI Fahnung Traunstein einen in Wien zugelassenen Pkw kurz vor der Ausreise nach Österreich. Die Insassen, zwei rumänische Montagearbeiter, waren auf der A8 auf dem Weg nach Hause. Der 38-jährige Fahrer konnte bei der Kontrolle zunächst keinen Führerschein vorzeigen - diesen hätte er seinen Angaben nach vergessen.

Dies wollten ihm die Fahnder jedoch nicht so recht glauben, da er auf Nachfrage zunehmend widersprüchliche Angaben bezüglich seiner Fahrerlaubnis machte. So wurde der Mann durchsucht und siehe da - in seiner Jackentasche kam ein gefälschter österreichischer Führerschein zum Vorschein, den er offenbar vor den Beamten verstecken wollte. Der Fahrer wurde wegen eines Urkundsdeliktes, sowie wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis angezeigt. Überprüfungen in Österreich und in Rumänien ergaben, dass er akutell keine Fahrerlaubnis besitzt.

Der falsche Führerschein wurde sichergestellt. Der Rumäne wurde nach der Anzeigenaufnahme auf freien Fuß entlassen. Sein Arbeitskollege, der einen gültigen Führerschein besaß, konnte zum Glück für ihn weiterfahren.

Freilassing: Gesuchter Georgier als Rucksacktourist getarnt

Beamte der PI Fahndung Traunstein-Schiene kontrollierten am Freitagvormittag einen Rucksacktouristen im Eurocity von Salzburg nach München. Sie waren überrascht, als sich der Reisende als illegaler Georgier entpuppte, der sich nur mit einer österreichischen Asylkarte ausweisen konnte und sich somit illegal im Bundesgebiet aufhielt.

Eine Recherche durch die Polizeibeamten ergab zudem unter anderen Personalien sechs Fahndungsnotierungen. Wegen Diebstahlsdelikten wird der Georgier von verschiedenen Staatsanwaltschaften im Bundesgebiet gesucht, darunter mit zwei Haftbefehlen. Er muß nun 80 Tage in einem bayerischen Gefängnis verweilen, da er die geforderten Geldstrafen nicht bezahlen konnte.. Die weiteren Veranlassungen wurden von der Bundespolizei am Bahnhof in Rosenheim übernommen.

A 8 Piding: Binnen einer Stunde - Rumäne und Ungar ohne gültige Haftpflichtversicherung unterwegs

Innerhalb einer Stunde konnten die Pidinger Schleierfahnder in den frühen Morgenstunden des Samstag zwei nicht mehr versicherte Fahrzeuge aus dem Verkehr ziehen. Beide Fahrzeuge waren jeweils kurz zuvor aus Richtung Österreich ins Bundesgebiet eingereist. Zunächst geriet gegen 3.20 Uhr ein Renault Laguna aus dem Dahme-Spreewald-Kreis ins Visier der Polizisten.

Ein Abgleich des Kennzeichens mit dem Polizeicomputer führte zu einem Suchvermerk wegen fehlender Haftpflichtversicherung. Bei der Kontrolle stellten die Beamten den 23jährigen rumänischen Fahrzeughalter als Fahrer fest. Nach Klärung des Sachverhalts wurden die Zulassungsstempel am Pkw entfernt und der Rumäne musste zur Sachbearbeitung auf die Dienststelle mitkommen.

Eine Stunde später ereilte das gleiche Schicksal einen 29-jährigen Ungarn aus dem Landkreis Heidenheim. Auch er hatte die Kfz-Haftpflichtversicherung für seinen Renault Twingo nicht mehr bezahlt, woraufhin die dortige Zulassungsstelle das Fahrzeug zur Fahndung und Entstempelung der Kennzeichen im Fahndungssystem vermerken ließ.

Ehe der Ungar ebenfalls mit zur Dienststelle kommen musste, wurden die Kennzeichen an seinem Renault entstempelt. In beiden Fällen wurde die Weiterfahrt nach Vernehmung bis zur Wiedererlangung einer ordnungsgemäßen Zulassung samt Versicherung unterbunden.

Bad Reichenhall/Siegsdorf: Unterschlagenen Mercedes sichergestellt

Pidinger Schleierfahnder kontrollierten am Freitagabend auf der BAB A 8 kurz vor Siegsdorf einen Mercedes Viano mit Ludwigsburger Zulassung. Der Fahrer, ein Kroate, war kurz zuvor aus Österreich eingereist. Die Überprüfung ergab, dass das Fahrzeug seit etwa einem Monat im Fahndungscomputer als unterschlagen ausgeschieben war.

Der Kroate ist bei einer deutschen Firma angestellt und der Chef hatte ihm das Fahrzeug im Februar überlassen. Er war beauftragt, weitere Mitarbeiter der Firma am Flughafen in Zürich abholen. Diese warteten jedoch vergeblich, den dieser war mit dem Mercedes nach Kroatien gefahren. Von dort aus kontaktierte er seinen Chef und teilte ihm mit, dass er kein Geld mehr für die Rückfahrt nach Deutschland habe.

Zudem bat er ihn, ihm Geld nach Kroatien zu überweisen, was dieser aber ablenhte. Ab diesen Zeitpunkt war der Beschuldigte nicht mehr zu erreichen. Als der Kroate nun am Freitagabend wieder nach Baden Würtemberg fahren wollte, klickten nach der Kontrolle zunächst die Handschellen. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft konnte er nach seiner Einvernahme wieder auf freien Fuß gesetzt werden. Das unterschlagene Fahrzeug wurde allerdings sichergestellt Der Eigentümer wird sich sein Auto hier sicherheitshalber selbst abholen. 

Autor: ao/pm