20.03.2017 Landkreis BGL & TS

Unterschlagung, Cannabis, Urkundenfälschung:

Schleierfahnder landen wichtige Treffer

Polizeiauto, Polizei, Streifenwagen
Foto: Ursula Hildebrand
Die Schleierfahnder der PI Fahndung Traunstein melden einige Fahndungserfolge in den Landkreisen Berchtesgaden und Traunstein...

Bad Reichenhall/Schwarzbach: Cannabis und verbotene Sylvester Knaller bei der Grenzkontrolle festgestellt

Zwei junge Österreicher weckten am Samstagabend, 18. März, die Aufmerksamkeit der Beamten an der Grenzkontrollstelle auf der A8 bei Bad Reichenhall. Ein Drogenvortest verlief beim 19-jährigen Fahrer aus Innsbruck positiv auf Cannabis.

Bei der eingehenden Durchsuchung wurden bei ihm und beim Beifahrer jeweils eine Kleinmenge Cannabis und Marihuana aufgefunden. Im Fahrzeug wurden außerdem noch 6 verbotene Sylvester Knaller mitgeführt. Der Fahrer gab zu verstehen, dass er diese wohl noch versehentlich seit dem vergangenen Jahreswechsel dabei habe.

Ihn erwartet jetzt ein Strafverfahren nach dem Betäubungsmittel- und Sprengstoff-Gesetz sowie ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Fahren unter Drogeneinfluss. Die Weiterfahrt wurde unterbunden.


Übersee: Kreditraten und Versicherungsprämie für seinen Pkw nicht bezahlt

Weder die Kreditraten noch die Versicherungsprämie hatte ein 30-jähriger Kroate aus München für seinen finanzierten Mercedes im Wert von mehr als 25.000 Euro seit einigen Monaten beglichen.

Wie die PI Fahndung Traunstein mitteilte, wurde das Fahrzeug aufgrund einer Fahndungsnotierung am späten Sonntagabend, 19. März, im Rahmen der Schleierfahndung auf der A8 bei Übersee gestoppt.

Der Darlehensvertrag war Anfang des Jahres durch Bank gekündigt worden und Strafanzeige wegen Unterschlagung bei der Polizei in München gestellt worden. Nach Vernehmung musste der Fahrer die Heimfahrt nach München mit dem Zug antreten.

Das Fahrzeug wurde sichergestellt und wird demnächst an den Eigentümer herausgegeben.  

 

Freilassing: Falscher Grieche bei der Arbeit

Mit einer griechischen Identitätskarte wies sich am vergangenen Wochenende, 18./19. März, ein Zugreisender auf der Fahrt von München nach Salzburg, gegenüber Beamten der Fahndungsgruppe Schiene aus. Auf Befragen behauptete der Mann wiederholt und hartnäckig, griechischer Staatsbürger zu sein und in Offenbach zu wohnen.

Eine Abfrage im Ausländerzentralregister bestätigte zunächst auch die Aussage und ergab, dass sich die Person vor 10 Monaten mit den griechischen Personalien bei den Behörden der Stadt Offenbach angemeldet hatte.

Des Weiteren war er im Besitz einer Bankkarte, die erkennen ließ, dass er auch ein Konto bei einer Offenbacher Bank eröffnet hatte.

Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung, erkannten die versierten Fahnder jedoch recht rasch, dass das verwendete Dokument mehrere Fälschungsmerkmale aufwies und es sich deshalb um ein Falsifikat handeln musste.

Eine eingehende Durchsuchung der Person und der mitgeführten Sachen bestätigte dann auch die Annahme der Kontrollierenden. In einem Koffer wurden nämlich die rechtmäßigen Dokumente aufgefunden, die den Mann als einen in Italien wohnenden Georgier auswiesen.

Gesprächsweise gab er an, sich die falschen EU-Papiere besorgt zu haben, um leichter nach Deutschland zu gelangen und hier in Offenbach als Bauarbeiter arbeiten zu können. Der Georgier wurde wegen mehrerer Vergehen, u.a. Betrug und Urkundenfälschung, zur Anzeige gebracht und der Ermittlungsgruppe der Fahndung Traunstein übergeben.

Diese führte ihn beim zuständigen Ermittlungsrichter vor, welcher Haftbefehl erließ.

Autor: pm/glr

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