27.02.2017 Bergen/BAB 8

Flüchtigen Fahrer festgenommen:

Kleintransporter rammt anderen Kleintransporter

Polizei, Polizist
Foto: Marcel Mayer
Nach dem Unfall, noch vor Eintreffen der Rettungskräfte und der Polizei, flüchtete der Unfallverursacher im weißen Iveco in unbekannte Richtung. Sein Beifahrer blieb an der Unfallstelle und wurde glücklicherweise auch nicht verletzt.

Am heutigen Rosenmontag, 27. Februar, gegen 08.45 Uhr befuhren drei Männer mittleren Alters einer Firma aus dem Landkreis Ebersberg, mit ihrem blauen Kleintransporter, die BAB 8 in Richtung Salzburg auf dem rechten Fahrstreifen mit ca. 90 km/h. Plötzlich wurde der Kleintransporter von einem auf dem linken Fahrstreifen fahrenden weißen Kleintransporter aus dem Raum Offenbach, besetzt mit zwei männlichen Personen, im linken Heckbereich massiv gerammt.

Dadurch schleuderte zunächst der unfallverursachende Iveco in die Mittelschutzplanke, ehe er nach gut 150 Metern weiter unfallbeschädigt auf dem rechten Fahrstreifen zum Stehen kam. Der gerammte Kleintransporter Fiat Ducato schleuderte zunächst vom rechten auf den linken Fahrstreifen und letztlich nach nochmaligem Zusammenstoß mit dem Iveco nach rechts von der Autobahn in ein nahegelegenes Feld.

Nach zweimaligem Überschlag blieb der Fiat auf den Rädern stehen. Alle drei Insassen hatten riesen Glück. Lediglich der Fahrer, als auch der Beifahrer außen rechts, erlitten Prellungen und Schnittwunden.

Der in der Mitte sitzende Mitfahrer blieb unverletzt. Ersthelfer versorgten die Verletzten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte.

Im Rahmen einer Fahndung unter Beteiligung mehrerer Polizeistreifen, konnte der flüchtige Fahrer, ein 66-jähriger Frankfurter, um 11.10 Uhr durch eine Streife der Verkehrspolizei Traunstein im Bereich Grabenstätt festgenommen werden. Er war ebenfalls unverletzt.

Im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen stellte sich auch schnell der Grund für seine Flucht heraus. Er ist seit längerer Zeit nicht mehr im Besitz einer Fahrerlaubnis.

Der Sachschaden an beiden verunfallten Fahrzeugen, der Schutzplanken und des Wildschutzzaunes wird auf ca. 25.000,- Euro geschätzt.

Die verletzten Personen wurden mit dem BRK zur Untersuchung und Behandlung ins Klinikum nach Traunstein verbracht. Zur Unfallaufnahme und Bergung der Fahrzeuge musste die Autobahn zunächst für eine Stunde komplett und im Anschluss noch halbseitig gesperrt werden. Die Unfallaufnahme erfolgte durch die Verkehrspolizei Traunstein.

Zur Reinigung der Fahrbahn und Absicherung der Unfallstelle war die Autobahnmeisterei Siegsdorf vor Ort. Die beiden Kleintransporter wurden durch örtliche Abschleppunternehmen von der Unfallstelle entfernt.

Gegen den festgenommenen Fahrer wird wegen Unfallflucht, Fahren ohne Fahrerlaubnis und fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Autor: pm/glr