12.10.2017 Deggendorf

Ansteckungsrisiko

Jeder Dritte isst mit ungewaschenen Händen

Wasserhahn
Foto: Hannes Lehner
Es sollte nicht nur am Welttag des Händewaschens am 15. Oktober eine Selbstverständlichkeit sein: vor jedem Essen Hände waschen. Allerdings: Jeder dritte Deutsche verzichtet auf dieses Ritual. Das ergab eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag der KKH.

Ebenfalls ein Drittel der Befragten verzichtet darauf, sich nach dem Nach-Hause-Kommen die Hände zu waschen. Umgekehrt tut dies jeder Fünfte tagsüber mindestens einmal pro Stunde. Der regelmäßige Gang zum Waschbecken ist insbesondere in der bevorstehenden Erkältungszeit wichtig: „Viele Viren verbreiten sich gerade über die Hände besonders häufig“, mahnt Robert Deindl vom Serviceteam der KKH Kaufmännische Krankenkasse in Deggendorf. „Es ist erwiesen, dass regelmäßiges und gründliches Händewaschen das Risiko senkt, an Erkältungen, Grippe und anderen Infektionen zu erkranken.“

 

Laut Experten sind 20 bis 30 Sekunden nötig, um alle Erreger abzuspülen. Wasser allein reicht nicht – besser ist es, die Hände mit Seife oder Waschlotion einzuseifen. „Die Wassertemperatur spielt Untersuchungen zufolge dabei keine Rolle. Viel wichtiger ist es, die Hände anschließend sorgfältig abzutrocknen, um den Mikroorganismen kein feuchtes Milieu zur Weiterverbreitung zu bieten“, so Deindl. 

 

Der Welttag des Händewaschens wurde 2008 von der Organisation Unicef ins Leben gerufen, um auf die wichtige Funktion von Hygiene für die Gesundheit aufmerksam zu machen. 

Autor: dw
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