20.03.2017 Deggendorf

Doppelkopfgammakamera

Neue Kamera für die Nuklearmedizin

Neue Kamera für die Nuklearmedizin
Foto: Donauisar Klinikum
Steigerung des Patientenkomforts am Donauisar Klinikum Deggendorf.

In der Nuklearmedizin des Donauisar Klinikums Deggendorf ist seit Kurzem ein neues Gerät im Einsatz. Die sogenannte Doppelkopfgammakamera Symbia Evo Excel sorgt für eine bessere Bildqualität. Die Kamera erkennt zudem die Konturen des Patienten automatisch durch spezielle Sensoren und erhöht damit die Patientensicherheit. Außerdem wird dadurch der Untersuchungsablauf für Patienten und Mitarbeiter deutlich vereinfacht. Eine Optimierung der Bildqualität geht einher mit verkürzten Liegezeiten der Patienten.


Durch die größere Öffnung des Geräts erhöht sich zudem der Patientenkomfort. Gerade für Patienten mit Platzangst bietet dies eine deutliche Verbesserung. Für Personen mit eingeschränkter Mobilität ist die Liege durch eine minimale Zugangshöhe leichter erreichbar. Die sehr gute Beweglichkeit der Kameraköpfe ermöglicht diverse Untersuchungspositionen und auch Aufnahmen von schwer kranken Patienten im Bett.


Das neue Gerät erlaubt durch die Vielzahl an Anwendungsmöglichkeiten Untersuchungen an sehr vielen verschiedenen Patienten aus unterschiedlichen Fachrichtungen. So kommen Anwendungen insbesondere im Bereich der allgemeinen Nuklearmedizin, Kardiologie, Onkologie und für neurologische Studien in Frage. So können mit der neuen Kamera Untersuchungen am Herzen, an den Knochen, der Lunge, den Nieren und vielen weiteren Organen durchgeführt werden.

Die Nuklearmedizin bietet eine Vielzahl diagnostischer und therapeutischer Möglichkeiten für unterschiedliche Krankheitsbilder. Mittels Bildgebung können Funktionen, Durchblutung und Stoffwechsel von vielen Organen erfasst und dargestellt werden. Die Untersuchungen werden teilweise ergänzend zu unterschiedlichen Röntgenverfahren eingesetzt.


Durch eine Vielzahl spezifischer, schwach radioaktiver Arzneimittel, ist es möglich, Krankheitsherde und -ursachen aufzuspüren. Nach Verabreichung des radioaktiven Stoffes werden nach unterschiedlichen Wartezeiten mit einer speziellen Kamera Aufnahmen des Körpers gemacht. Diese Kamera verfügt über Spezialdetektoren, mit deren Hilfe die Verteilung des Medikaments in bestimmten Körperbereichen sichtbar gemacht wird. Bei den üblichen, heutzutage in der Nuklearmedizin angewandten radioaktiven Substanzen, überwiegt der medizinische Nutzen für den Patienten deutlich das Strahlenrisiko. Durch den technischen Fortschritt wird dieses weiter reduziert. 

Autor: pm/lr