05.07.2012 Deggendorf

Schluss mit lustig

Einziger Parkplatz am Geiersberg geschlossen


Anwohner und Besitzer will Stadt dazu bewegen, Findlsteiner Straße endlich vernünftig auszubauen.

Die Wallfahrtskirche zur Schmerzhaften Muttergottes auf dem Geiersberg ist ein beliebtes Ausflugsziel für Jung und Alt. Seit rund 30 Jahren parken jene, die mit dem Auto den „heiligen Berg“ erklimmen, auf dem Parkplatz gegenüber. Doch damit ist nun Schluss. Der Eigentümer hat den Parkplatz gesperrt. Und schon bald könnten Teile der Findlsteiner Straße ebenfalls zwischen Geiersberg und Sandweg dicht gemacht werden. 

 
Nicht nur Wallfahrer oder Wanderer, die den Heldenhain besuchen wollen, parken auf dem Parkplatz gegenüber der Geiersbergkirche ihr Fahrzeug. Da die Wallfahrtskirche auch bei Brautleuten sehr beliegt ist, stehen oft ganze Hochzeitsgesellschaften hier.
 
Denn es gibt bei der Geiersbergkirche keinen anderen Parkplatz. Die Wallfahrtskirche ist somit praktisch nur mehr per pedes zu erreichen. „Der Parkplatz ist vom Eigentümer leider gesperrt worden“, bedauert Reinhard Fink von der Stadt Deggendorf. Weshalb und wieso könne er nicht sagen.
 
Aber der Eigentümer, dessen Familie den Parkplatz seit über 30 Jahren unentgeltlich zur Verfügung stellt, kann eine Begründung liefern. Er sei nämlich schon seit einiger Zeit in Verhandlungen mit der Stadt Deggendorf – ohne Ergebnis.
 
Dabei geht es nicht um den Parkplatz, sondern um den Ausbau der Findlsteiner Straße. Sämtliche Ausweichstellen des Sträßchens seien in Privatbesitz. Teilweise sei die Straße sogar komplett in Privatbesitz. Dabei nimmt der Verkehr ständig zu. Neuerdings würden sich sogar viele Laster den Berg hochquälen. Dennoch sei die Stadt nicht bereit, endlich geordnete Verhältnisse zu schaffen.
 
Der Anwohner wirft der Stadt vor, mit unterschiedlichen Maßstäben zu werten. So soll etwa der Grund links der Straße mehr kosten als sein Grund rechts der Straße. „Vom Grundstückssenat der Stadt wurde alles abgelehnt“, bedauert der Landwirt.
 
Deshalb sei nun Schluss mit lustig. Als erster Schritt wurde der Parkplatz bei der Geiersbergkirche gesperrt. Als nächster Schritt könnten entlang der Findlsteiner Straße Zäune die Privatgrundstücke abgrenzen. Die Folge wäre, dass niemand mehr die Straße hochfahren kann.
Autor: lr
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