18.03.2017 München

Kampfmittel

Munitionsfund: Sperrbereich um den Zwergackerweg in München evakuiert

Feuerwehr, Rettungsdienst, Notarzt, Blaulicht
Foto: Ursula Hildebrand
Die Evakuierung der Anwohner aus dem erweiterten Sperrbereich rund um die Munitionsfunde am Zwergackerweg 3 in Freimann verlief Freitagfrüh, 17. März, ohne besondere Vorkommnisse.

Die Betroffenen reagierten verständnisvoll und kooperativ auf die Notwendigkeit, ihre Häuser zu verlassen, nachdem der Sprengmeister von einer erhöhten Gefährdungslage vor Ort ausgeht. Insgesamt wurden 52 Personen in verschiedenen Hotels untergebracht. Außerdem werden fünf Katzen im Tierheim versorgt.

 

Da die meisten Betroffenen ihre Unterbringung in Eigeninitiative geregelt hatten, konnte die Anlaufstelle im Willi-Graf-Gymnasium geschlossen werden. Die Hotline für Betroffene unter 2353-55555 bleibt bis auf weiteres rund um die Uhr erreichbar. Die Zugänge zum Sperrbereich werden jetzt mit Bauzäunen gesichert. Polizei und Feuerwehr sind vor Ort und sollen durch einen privaten Sicherheitsdienst unterstützt werden.

 

Neben diverser Weltkriegsmunition unterschiedlicher Nationen und verschiedenster Kaliber sowie Minen und panzerbrechender Munition wurde unter anderem die Chemikalie Phosphor festgestellt. Eine genaue Analyse kann jedoch erst im Verlauf der Bergung erfolgen. Die Sprengmeister arbeiten nun im Zweischichtbetrieb über zwölf Stunden bei Tageslicht, auch am Wochenende.

 

Für die betroffenen Anwohner sollen Zeitfenster eingerichtet werden, damit sie ihre Häuser betreten können, um das Nötigste zu erledigen.

Autor: pm / uh

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