13.02.2017 Freising / Berlin

Aufsehen erregende Doku - Parallel-Premiere in Freising

Wie Medien gezielt manipuliert werden

Internet Technik
Foto: 123rf.com
In Berlin feiert der aufsehen erregende Dokumentarfilm „Zensur - Die gezielte Manipulation der Wikipedia und anderer Medien" am 18. Februar Premiere. In Freising findet am gleichen Tag eine Parallel-Premiere des Filmes statt.

Die Online-Enzyklopädie Wikipedia ist eines der weltweit meistgeklickten Informationsportale im Netz. Weit über anderthalb Millionen Artikel zu kulturellen, historischen und wissenschaftlichen Themen finden sich allein auf der deutschen Wikipedia-Seite. Verfasst werden diese Einträge von freiwilligen Autoren, die dafür kein Geld bekommen. Das Prinzip des Online-Lexikons: Jeder kann Beiträge einstellen, kontrollieren, verbessern – auch anonym. Durch die Intelligenz der Masse soll ein gewaltiger Wissensspeicher entstehen, glaubwürdig und neutral.

 

Soweit die Theorie. Doch die Offenheit von Wikipedia wird immer wieder ausgenutzt, um Einträge gezielt zu manipulieren. Gerade weil das Internet-Lexikon inzwischen so bedeutend ist, setzen Unternehmen alles daran, ihr Image auf Wikipedia aufzupolieren. Kritische oder unliebsame Inhalte werden gelöscht, gewünschte Infos und Marketing-Texte hinzugefügt.

 

Eine Waffe, die auch Geheimdienste nutzen. Russland soll bekanntlich die Wahlen in Amerika beeinflusst haben. Und laut Berichten der Zeitungen “Washington Times” und des “Guardian”, hat das US-amerikanische Militär die Firma “Ntrepid” beauftragt, eine Software zur Meinungsmanipulation zu entwickeln. Offiziellen Angaben zufolge soll damit der USA-kritischen Publizistik und Debatten im Internet entgegen gewirkt werden. Sinn und Zweck dieser Maßnahme ist es, gefakte bzw. manipulierte Identitäten zur gezielten Beeinflussung der Meinungsbildung einzusetzen.

 

In ihrer Recherche verfolgen die Filmemacher Markus Fiedler und Frank Michael Speer Spuren, welche die institutionelle Unterstützung jener „Mind Control“ bei Wikipedia aufdecken. Mit zahlreichen Quellen, Belegen und Fakten, die sorgsam aufbereitet werden, können sie in 125 Minuten nachweisen, dass und wie die Wikipedia als Werkzeug und Teil eines größeren Netzwerkes zur politisch-ideologischen Manipulation und für das Marketing von Unternehmen missbraucht wird.

 

Die Dokumentation „Zensur – die gezielte Manipulation der Wikipedia und anderer Medien“ feiert am 18. Februar am Rande der Berlinale seine Premiere. Zeitgleich wird er von Rainer Forster im Gasthaus zum Löwen in Freising, Landshuter Straße 66 gezeigt. Filmbeginn ist um 19:30 Uhr und eine Diskussion schließt sich an. Alle Gäste erhalten auf Wunsch kostenlos das Skript zum Film.

 

Hier die Studie der Otto Brenner Stiftung zur verdeckten PR in der Wikipedia:
https://www.otto-brenner-shop.de/publikationen/obs-arbeitshefte/shop/verdeckte-pr-in-wikipedia-ah76.html

Autor: pm / uj
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