21.02.2012 Neufahrn

Krisengebeuteltes Unternehmen kommt nicht zur Ruhe

Neuer Zoff für Müller-Brot!


Seit Wochen kommt der Backkonzern Müller-Brot nicht mehr aus den Schlagzeilen. Erst die ekelerregenden Verstöße gegen das Lebensmittelrecht, dann auch noch der bittere Gang in die Insolvenz. Jetzt steht der nächste Ärger ins Haus.

Denn wie jetzt bekannt wurde, haben nicht nur die Lebensmittelkontrolleure ein Auge auf die Machenschaften des Neufahrner Unternehmens geworfen. Die Staatsanwaltschaft Landshut nimmt zur Zeit die Akten der Großbäckerei genauer unter die Lupe. Der Verdacht: Untreue.

 

Wie diverse Medien vermeldeten, äußerte sich Ralph Reiter, Sprecher der Staatsanwaltschaft Landshut, wie folgt zu diesem neuen Vorwurf: "Nach Einsicht in die Papiere ist zu entscheiden, ob ein Anfangsverdacht auf Insolvenzstraftaten besteht." Wenn es tatsächlich zutreffe, dass Kautionen von Filial-Pächtern aufgebraucht wurden, anstatt sie zu verwahren, "könnte es sich um Untreue in beträchtlichem Umfang handeln", so Reiter. Dies wäre dann wiederum eindeutiges Indiz dafür, dass bei Müller-Brot schon viel länger der Wurm drin ist. Und das bliebe nicht ohne Konsequenzen. Reiter: "Dann müsste gegen die Geschäftsführer des Unternehmens ermittelt werden."

 

Sollte sich dieser Verdacht erhärten, wären davon insbesondere die Filial-Pächter betroffen. Diese mussten teils hohe fünfstellige Beträge als Kaution an Müller-Brot leisten.

Autor: mj

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