13.03.2017 Mainburg

Spaltet Erdogan die deutsch-türkische Gemeinschaft?

'Jetzt red i' in Mainburg: Türkischer Wahlkampf bei uns?

"Jetzt red i" mit Franziska Storz, Tilmann Schoeberl
Foto: Ralf Wilschewski
Der Bayerische Rudnfunk kommt mit seiner Sendung "Jetzt red i" am Mittwoch, 22. März, nach Mainburg. Tilmann Schöberl und Franziska Storz diskutieren mit Gästen über das Thema "Türkischer Wahlkampf bei uns – Spaltet Erdogan die deutsch-türkische Gemeinschaft?".

Die umstrittenen Wahlkampfauftritte türkischer Politiker, die Verhaftung des "Welt"-Journalisten Deniz Yücel, Belehrungen und Beschimpfungen von beiden Seiten – noch nie war das deutsch-türkische Verhältnis so schlecht wie zurzeit. Dabei ist die Türkei nicht nur ein wichtiger Handels- und Bündnispartner. Mehr als 200.000 Türken leben alleine in Bayern – die mit Abstand größte ausländische Bevölkerungsgruppe. Viele, die einst als Gastarbeiter kamen, wohnen mit ihren Familien seit Jahren im Freistaat – wie in Mainburg, wo fast jeder zehnte Einwohner türkische Wurzeln hat.

 

Genau sie will Präsident Erdogan jetzt für sich gewinnen: Denn am 16. April wird in der Türkei über die Einführung eines Präsidialsystems abgestimmt. Um die dafür notwendige Zweidrittel-Mehrheit zu erreichen, werben Minister seiner AKP-Regierung in Deutschland öffentlich um Zustimmung. Nachdem einige geplante Auftritte abgesagt wurden, warf Erdogan den Behörden "Nazi-Methoden" vor. Die deutschen Politiker reagierten empört. CSUGeneralsekretär Andreas Scheuer sprach von einer "ungeheuerlichen Entgleisung des Despoten vom Bosporus".

 

Doch nicht nur auf der politischen Ebene, auch unter den Türken, die in Deutschland leben, sorgt die angestrebte Verfassungsänderung für viele Spannungen. Erdogan-Anhänger und – Gegner stehen sich immer unversöhnlicher gegenüber, die Konflikte trennen Familien und alte Freunde. Viele Deutsche können es wiederum nicht verstehen, warum die Mehrheit der hier lebenden Türken den Präsidenten, der immer rücksichtloser gegen seine Gegner vorgeht, unterstützt.

 

Soll türkischer Wahlkampf in Deutschland verboten werden? Oder sind solche Auftritte nicht Teil der Meinungsfreiheit? Spaltet Erdogan mit seinem Wahlkampf die Gemeinschaft der hier lebenden Türken? Wie belastet ist das deutsch-türkische Verhältnis? Und was bedeutet das für das Zusammenleben von Einheimischen und Türken? Darüber diskutieren Bürgerinnen und Bürger mit Politikern und Experten am Mittwoch, 22. März, in der Stadthalle, Griesplatz 1, in Mainburg. Einlass ist ab 19.15 Uhr, der Sendungsbeginn ist um 20.15 Uh- Kostenlose Karten können per Mail an jetztredi@br.de oder unter der Telefonnummer 089/ 5900-25299 (Montag bis Freitag von 9 bis 17) reserviert werden.

 

Auch online unter www.facebook.com oder per Mail an jetztredi@br.de kan man sich an der Diksussion beteiligen!

Autor: pm / uh

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