16.03.2017 Ingolstadt

Sedimentverlagerung im Stauraum

Betriebsbrücke des Kraftwerks Ingolstadt muss gesperrt werden

Schild Baustelle, Bauarbeiten
Am Montag und Dienstag, 20. und 21. März, werden die 70,4 Tonnen schwere Klappschute "Klapp 70" und das dazugehörige 250-PS-Schubboot aus dem Stauraum Ingolstadt herausgehoben.

Ein 400-Tonnen-Autokran hebt die rund 19 Meter lange und rund fünf Meter breite Klappschute sowie das dazugehörige rund 7,5 Meter lange und 2,5 Meter breite Schubboot auf Höhe des Kraftwerks vor dem Turbineneinlaufbereich von der Betriebsbrücke aus aus dem Stauraum und verlädt sie auf Tieflader. Zuvor wird das Schubboot, das derzeit noch auf dem Parkplatz des Rudervereins liegt, mit dem Autokran wieder in den Stausee eingesetzt, um die Klappschute vor das Kraftwerk zu bugsieren.

 

Hintergrund ist, dass die Arbeiten zu Sedimentverlagerung im Stauraum aus Naturschutzgründen bis Herbst 2017 ruhen müssen. Dann sollen vor dem Nordufer des Stauraums beim Ruder- und beim Segelverein die oberen Sedimentschichten, die sich in den vergangenen zehn Jahren am Nordufer des Ingolstädter Stausees abgelagert haben, um bis zu 70 Zentimeter fertig abgetragen werden. Rund 6.000 der notwendigen 15.000 Kubikmeter sandige Sedimente konnten seit November 2016 bis Januar 2017 in die Strömungsrinne der Donau auf Sedimentdepots unter Wasser verlagert werden, die bei zukünftigen Hochwasserereignissen erodiert werden.

 

Wegen der strengen Frostperiode im Januar mit entsprechend starker Eisbildung im Stauraum wurden die Arbeiten zur Sedimentverlagerung unterbrochen. Leider schlugen die Schwimmpontons, auf denen der GPS-gesteuerte Bagger montiert war, leckt, so dass die Arbeiten, die aus ökologischen Gründen bis spätestens Ende Februar hätten beendet werden müssen, nicht mehr rechtzeitig fertigzustellen waren. Daher wurden die noch nicht fertiggestellten Umlagerungsarbeiten vor dem Ruder- und Segelverein auf den Herbst/Winter 2017 verschoben.

 

Wegen der sehr beengten Platzverhältnisse vor Ort muss aus Sicherheitsgründen während der gesamten Bergungsaktion mit Aufbau und Positionierung der Maschinen die Betriebsbrücke für jeglichen Publikumsverkehr komplett gesperrt werden. Entsprechende Hinweisschilder beiderseits der Betriebsbrücke informieren über die bevorstehende Sperrung.

 

Die Rhein-Main-Donau AG und Uniper Kraftwerke GmbH bitten die vielen Ingolstädter Bürgerinnen und Bürger, die den Flussübergang nutzen, um Verständnis und Geduld für die unvermeidlichen Beeinträchtigungen.

Autor: pm / uh

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