07.08.2017 Abensberg

Qualifiziert

Speedway: Team Deutschland fährt zum U21-Team-Europameisterschaftsfinale

Die Deutsche U21-Speedway-Nationalmannschaft hat das Ticket für das Finale der Team-Europameisterschaft gelöst.
Foto: MSC Abensberg
Die Deutsche U21-Speedway-Nationalmannschaft hat das Ticket für das Finale der Team-Europameisterschaft gelöst.

In Abensberg holten die Jungs von Teammanager Peppi Rudolph 32 Punkte und wurden damit hinter den Dänen zweiter. Auf den Plätzen drei und vier folgten Tschechien und Norwegen. Als bester Zweitplatzierter der beiden Halfinals zieht man nun in das Finale am 19. August nach Krosno in Polen ein. Dabei soll wenn es nach Teamkapitän Michi Härtel geht, mindestens wieder ein dritter Platz herausspringen, wie schon im vergangenen Jahr.

 

Die deutschen Junioren wussten genau, was sie in Abensberg erreichen müssen, um ins Finale der U21-Team-Europameisterschaft einzuziehen. Schließlich war das erste Halbfinale in Daugavpils in Lettland längst Geschichte. Schweden wurde dort hinter Lettland Zweiter, allerdings nur mit 15 Punkten, weil das Rennen nach Lauf 10 abgebrochen wurde. Die FIM Europe entschied deshalb, den Punktedurchschnitt zu werten, da Schweden sonst keine Chance gehabt hätte. Schweden hatte also einen Schnitt von 1,5 Punkten pro Lauf, den musste auch Deutschland erreichen und damit 30 Punkte aus 20 Läufen in Abensberg holen. Bei der dann erreichten Punktgleichheit wären auch die Deutschen weiter gewesen, weil sie im vergangenen Jahr die bessere Platzierung eingefahren hatten.

 

Team Deutschland ging mit Lukas Fienhage, Dominik Möser, Richard Geyer und Daniel Spiller an den Start. Teamkapitän Michi Härtel war aus taktischen Gründen auf den Reserveplatz gesetzt worden, um immer wieder eingewechselt werden zu können. Im Vorfeld mutmaßte Rennleiter Sascha Dörner vom MSC Abensberg, dass Dänemark wohl von Platz eins nicht zu verdrängen sei. Es sollte sich sehr schnell zeigen, dass er damit Recht behielt. Norwegen konnte nicht mithalten, somit lief es auf einen Zweikampf zwischen Deutschland und Tschechien um den zweiten Rang hinaus.

 

Zu Beginn sahen dabei die tschechischen Junioren etwas besser aus. Deutschland begann mit einem Punkt durch Daniel Spiller, Richard Geyer ging leer aus. Für den ersten Dreier sorgten Dominik Möser in Lauf drei. Dann ging es langsam aufwärts. Michi Härtel verpasste in lauf sechs knapp den Sieg, als er das ganze Rennen führte und erst vor der Ziellinie vom Dänen Andreas Lyager Hansen überholt wurde. Den Sieg holte Härtel dann bei seinem zweiten Auftritt in Lauf 10 nach. Der Landshuter war mit 11 Punkten aus fünf Läufen der punktbeste deutsche Fahrer.

 

Ab Mitte das Wettbewerbes hatten sich die Deutschen eine kleine Führung vor Team Tschechien erarbeitet, die schwankte zwar immer ein bisschen, aber die Jungs von Peppi Rudolph gaben sie bis ins Ziel nicht mehr her. Härtel hatte im letzten Durchgang noch zwei Auftritte und holte dabei vier Punkte. In Lauf 19 tütete er den Finaleinzug ein. Auch Lukas Fienhage trug im Rennen der Drittbesten mit einem zweiten Platz gut dazu bei. Die Dänen waren schon vor dem kompletten letzten Durchgang auch rechnerisch nicht mehr einzuholen. Im letzten Lauf stürzte Daniel Spiller und wurde deshalb zum Wiederholungslauf nicht mehr zugelassen. Nachdem der Sturz aber ohne Verletzungen abging und Deutschland schon als Zweiter feststand, trübte das die Freude des deutschen Teams nicht mehr. Am Ende standen 32 Punkte auf dem Konto, zwei mehr als nötig und vier mehr als die Tschechen erfahren konnten. Dänemark siegte klar mit 50 Punkten und Norwegen wurde Vierter mit zehn Punkten.

 

Den dritten Platz und damit die Wiederholung des großen Erfolges bei der Heim-Europameisterschaft im vergangenen Jahr haben sich die U21-Piloten aus Deutschland nun auf die Fahnen geschrieben. „Wir wollen auf das Treppchen, denn der vierte Platz ist immer undankbar“, sagt Michi Härtel. Das wird nicht einfach gegen die Konkurrenz aus Lettland, Dänemark und Polen. Aber die Deutschen erden wie auch schon zum Halbfinale top vorbereitet sein und ihr Bestes geben, wie Peppi Rudolph versichert.

Autor: Pressemitteilung

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