20.03.2017 Landkreis Landshut/Bayern

Geburtentrend setzt sich fort

Baby-Boom im Landkreis Landshut

Baby Hände
Foto: 123rf.com
Das Kinderkriegen liegt in Bayern wieder im Trend: 2015 wurden im Freistaat 118.000 Kinder geboren – so viele, wie in den letzten fünf Jahren nicht mehr.

Diese positive Entwicklung spiegelt sich auch in der Geburtenziffer wider, die auf dem höchsten Stand seit 1990 ist: Im Freistaat hat jede Frau zwischen 15 und 49 Jahren im Durchschnitt 1,48 Kinder geboren, so das Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg (ifb) in seinem aktuellen Jahresbericht.

 

Innerhalb Bayerns zeigen sich regionale Unterschiede. Spitzenreiter in der bayerischen Geburtenstatistik ist der Landkreis Landshut (1,72), gefolgt von den Landkreisen Lindau (1,69) und Eichstätt (1,68). Eine weitere Erkenntnis der Bamberger Familienforscherinnen und Familienforscher: In Universitätsstädten bekommen die Frauen im Durchschnitt weniger Kinder als in den umgebenden Landkreisen: "Dieses lässt sich vor allem auf unterschiedliche Bevölkerungszusammensetzungen zurückführen, denn in Städten wie beispielsweise Passau, aber auch Bamberg und Regensburg ist der Anteil an Studierenden und damit jüngeren Menschen, die noch keine Familie gründen, besonders hoch", so Prof. Dr. Henriette Engelhardt-Wölfler, wissenschaftliche Leiterin des ifb.

 

Das Staatsinstitut für Familienforschung widmet sich seit mehr als 20 Jahren mit seinen wissenschaftlichen Untersuchungen den Lebensbedingungen und Bedürfnissen von Familien, dem Familienleben und den veränderten familiären Lebensumständen und Lebensweisen. Durch die Spezialisierung auf Fragestellungen zur Familie ist das unabhängige interdisziplinäre Expertenteam bundesweit einzigartig und berät Institutionen zu familienpolitischen Fragestellungen. In ihrem jüngsten Jahresbericht informieren die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit aktuellen Forschungsergebnissen über die neuesten Erkenntnisse aus der Familienforschung. Die Forschungsprojekte reichen von der vorgeburtlichen Familienphase bis zur Lebenssituation im Alter, vom unerfüllten Kinderwunsch und den damit einhergehenden Belastungen sowie von unterschiedlichen Mustern des Zusammenlebens, zum Beispiel als Stieffamilie oder gleichgeschlechtliche Familie.

 

Der Jahresbericht ist elektronisch als pdf-Datei unter www.ifb.bayern.de verfügbar.


Weitere Nachrichten aus dem selben Ort:

Kommentare
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Kommentare ansehenKommentieren

Titel:
Text:
 
(noch Zeichen)
Unregistrierte Nutzer
 
 

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.

Geben Sie bitte folgende Daten an.
Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden! Mit dem Login erklären Sie sich mit den Nutzungsbedingungen einverstanden.

gewünschter Benutzername:
gewünschtes Passwort:
Wiederholung Passwort:
Email:


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wie alt ist ein ziebzig Jahre alter Mann? (Zahl eingeben): 


pfeil