19.03.2017 Landshut/Bayern

Naturschutz

Grüne fordern Machbarkeitsstudien für weitere Nationalparks in Bayern

Wald, Baum, Bäume
Auf der Sitzung des Landesausschuss am Samstag, 18. März, diskutierten Bayerns Grüne die Suche nach einem dritten Nationalpark. Dabei bekräftigten die Grünen ihre Forderung, dass auch der Steigerwald und das Ammergebirge zwingend in das Auswahlverfahren mit aufgenommen werden müssen.

Als Experte geladen war Dr. Christian Magerl, der umweltpolitische Sprecher der Grünen Landtagsfraktion. Zur Bewertung der Lage forderte Magerl: "Wir brauchen für alle fünf Gebiete, die prinzipiell als Nationalpark infrage kommen, ergebnisoffene Machbarkeitsstudien. Nur so kann die Situation vor Ort sachlich korrekt eingeschätzt und der Dialog mit den Bürgern strukturiert werden. Im Anschluss daran geht es um einen sauberen Entscheidungsprozess."

 

Auf das mögliche Ergebnis, dass alle fünf Gebiete als nationalparkfähig eingestuft werden, erklärte Magerl: "Wir nehmen auch fünf Nationalparks! Mit insgesamt 50.000 Hektar Fläche entsprechen die fünf Gebiete gerade einmal 0,7 Prozent der Fläche Bayerns. Werden wir unserer Verantwortung für den Natur- und Artenschutz gerecht und geben der Natur diesen kleinen Teil zurück!"

 

Darüber hinaus sehen die Grünen den Nationalpark auch als ein ökonomisch sinnvolles Projekt, das den ländlichen Raum stärkt. Wie die Landesvorsitzende der bayerischen Grünen, Sigi Hagl, betont, bringe er wertvolle wirtschaftliche Impulse für die ganze Region. "Ein Nationalpark bringt einen gewaltigen Schub für den Tourismus, das zeigen die beiden bestehenden Nationalparks Bayerischer Wald und Berchtesgaden."

 

Gleichzeitig kritisiert Hagl das bisherige Vorgehen der CSU-Staatsregierung bei der Standortsuche nach einem dritten Nationalpark: "Die Staatsregierung schmückt sich mit dem Etikett Naturschutz ohne ihn ernst zu nehmen. Wenn sie so weiter macht, fährt sie ihr eigenes Vorhaben an die Wand. Vor Ort sind die CSU-Abgeordneten in ihre traditionelle Blockadehaltung verfallen und treiben den Widerstand gegen einen Nationalpark massiv voran. Mit den Machbarkeitsstudien zeigen wir den Weg hin zu einem gelingenden Dialogprozess und zu echtem Naturschutz. Denn Akzeptanz schafft man mit fundierten, sachlichen Grundlagen, mit Aufklärung und breiter Beteiligung. Dann wird aus der Nationalparksuche in Bayern eine Erfolgsgeschichte."

Autor: pm / uh
Weitere Nachrichten aus dem selben Ort:

Kommentare
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Kommentare ansehenKommentieren

Titel:
Text:
 
(noch Zeichen)
Unregistrierte Nutzer
 
 

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.

Geben Sie bitte folgende Daten an.
Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden! Mit dem Login erklären Sie sich mit den Nutzungsbedingungen einverstanden.

gewünschter Benutzername:
gewünschtes Passwort:
Wiederholung Passwort:
Email:


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Tragen sie bitte das folgende Wort ein: Traum: 


pfeil