12.03.2017 München/Neufahrn

"Hasi" musste alles geben – und wurde dann belohnt

Hauchdünner Sieg: Haselbeck bleibt Champion!

Dominik Haselbeck (li.) bleibt Weltmeister.
Foto: Wolfgang Krzizok
„Mir ist eine riesen Anspannung runtergefallen, der Druck war einfach riesengroß“, sagte Dominik Haselbeck, strahlte dabei übers ganze Gesicht und hielt seinen WM-Gürtel ganz fest. Der 39-jährige Kickboxer aus Neufahrn hat am Samstag im Postpalast in München seinen Weltmeisterschaftstitel im Vollkontakt in der Klasse bis 72,5 Kilo erfolgreich verteidigt.

Bei Steko’s Fight Night standen neben Kämpfen um die Deutsche Meisterschaft auch vier WM-Kämpfe im Kickboxen auf dem Programm. Mit Marie Lang (Punktsieg) und Dardan Morina (K.o-Sieg) setzten sich zwei Steko-Kämpfer durch, während Bojan Aladzic nach Punkten unterlag und seine Kickbox-Karriere für beendet erklärte („Ich werde ab jetzt nur noch boxen“).

 

Der Vierte Steko-Mann, der um die Weltmeisterschaft kämpfte, war Dominik Haselbeck. Im Vorfeld wusste er nicht, wo er leistungsmäßig stand. Im vergangenen Jahr hatte er viel Pech, verlor einen WM-Kampf in einer anderen Gewichtsklasse und musste einen Kampf wegen Verletzung ausfallen lassen.

Auf seine Fans konnte sich der Neufahrner mal wieder verlassen.
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Auf seine Fans konnte sich der Neufahrner mal wieder verlassen.

Sein 13 Jahre jüngerer Gegner Michal Peczar aus der Slowakei machte es dem 39-Jährigen richtig schwer. „Ich habe ihn quasi ausgeboxt“, erzählte der alte und neue Champion anschließend. „Bei dem durftest du dich auf nichts einlassen. Der hat ganz schön hauen können.“ Haselbeck zeigte sich sehr leichfüßig, ging immer wieder überfallartig nach vorne, um dann blitzschnell zurückzuweichen, so dass der Slowake kaum zu harten Treffern kam. Am Ende hatte ein Punktrichter ein Unentschieden auf dem Zettel, zwei sahen Haselbeck ganz knapp vorne.

 

Als das Urteil verkündet war und der Neufahrner den WM-Gürtel von Schauspieler Max Tidof umgehängt bekommen hatte, herrschte pure Freude beim Neufahrner. Im Ring-Interview fragte ihn Moderatorin Christine Theiss, ob er in einen Jungbrunnen gefallen sei? „Ich setze mir immer neue Ziele, damit motiviere ich mich“, antwortete der 39-Jährige. „Ich merke schon, dass die Jungen nachkommen, Aber so zwei, drei Jahre möchte ich schon noch machen.“ Dann schnappte er sich das Mikrofon der ehemaligen Kickbox-Königin Theiss, hielt eine lange Dankesrede und stimmte sogar noch ein Lied auf seinen Trainer Mladen Steko an. Spätestens hier wurde deutlich, welche Last vom 39-Jährigen abgefallen war.

 

Was folgte, war ein unbeschreiblicher Jubel seiner rund 200 mitgereisten Fans. Haselbeck eilte auch sofort zu seinen Anhängern, die wieder von der ersten bis zur letzten Sekunde Stimmung gemacht und ihn angefeuert hatten. Unzählige Selfies wurden mit dem alten und neuen Weltmeister gemacht, und selten zuvor hatte Dominik Haselbeck glücklicher ausgesehen.

Autor: Wolfgang Krzizok

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