11.10.2017 Landshut

Landshut soll Freiflächengestaltungssatzung bekommen

ÖDP will mehr Lebensqualität vor der Haustüre

Flutmulde
Foto: ad
„Momentan steht die Schaffung von Wohnraum an oberster Stelle in der Stadtplanung. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass die vielen Bewohner auch Erholungsräume vor ihrer Haustüre brauchen. Dafür soll eine Freiflächengestaltungssatzung einen verbindlichen Rahmen schaffen“, so ÖDP-Stadträtin Elke März-Granda.

Die Einwohnerzahl Landshuts ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Die städtischen Prognosen gehen von einem anhaltenden starken Bevölkerungswachstum für die nächsten Jahre aus. "In der Folge wächst der Druck auf die Nutzung wertvollen Bodens", so Elke März-Granda. 

Bild: Die Naturlandschaft Flutmulde  

Dabei gerieten zwangsläufig verschiedene Belange, wie z. B.  des Naturschutzes und der Ökologie oder der Wirtschaft und Rentabilität in Konkurrenz zueinander. „Je intensiver der Ruf nach weiterer Verdichtung beim Bauen ertönt, umso gefährdeter sind gleichzeitig die noch bestehenden innerstädtischen Naturräume“, so die Stadträtin. Ihrer Ansicht nach müssen weitere Grünflächen ausgewiesen werden, wenn die Einwohnerzahl Landshuts steigt und neue Baugebiete entstehen. Gerade bei größeren Freiflächen, wie Parkplätze und Flachdächer, seien Vorgaben für die Be- bzw. Durchgrünung zielführend. So können “Steinwüsten” vermieden, der Versiegelungsgrad der Fläche reduziert und die Lebensqualität erhöht werden. 

„Ein gesundes Wohn- und Arbeitsumfeld ist ein enorm wichtiger Teil einer nachhaltigen Stadtentwicklung in Zeiten des Klimawandels“, ergänzt sie. Denn dicht bebaute Flächen heizen sich während des Sommers weit stärker auf als das Umland und die Stadt wird zur Hitzeinsel. Hinzu kommt, dass vielerorts immer mehr „Grün“ verschwindet und Straßen und versiegelte Flächen zunehmen. So bekannt wie die Probleme sind, sind auch die Lösungen: mehr Grün in der Stadt und der Erhalt unserer Frischluftschneisen. „Mit einer Freiflächengestaltungssatzung können wir diesen wichtigen Anteil der Stadtentwicklung in die Wege leiten“, ist sich die Politikerin sicher.  Sie kritisiert, dass es in Landshut im Gegensatz zu anderen Städten, wie etwa München oder Lindau, keine einheitlichen Standards bei der Gestaltung von Freiflächen gibt.  Dies zeigten die Diskussionen im Bausenat, in dem auch März-Granda sitzt. „Bei jedem Bauvorhaben wird bisher nach den Vorgaben des Planers oder nach Ermessen entschieden, was konkret bei der Freiflächengestaltung umzusetzen ist“, moniert die Stadträtin. Deshalb sollten ihrer Meinung nach endlich verbindliche Mindeststandards definiert werden, die dann für jedes Vorhaben gelten. Damit werde auch Rechtssicherheit für den Bauwerber geschaffen werden.

 

„Eine eigene Freiflächengestaltungssatzung kann gute Dienste leisten und trotz verstärkten verdichteten Bauens die Qualität der Freiflächen erhalten und eine hochwertige Begrünung der Baugrundstücke sichern“, erläutert die Stadträtin. Denn Voraussetzung für eine hohe Lebens- und Aufenthaltsqualität in einer Stadt, sowie für Klima- und Umweltschutz ist das Vorhandensein von ausreichenden Grünflächen, Spielplätzen, Stadtgrün und die Reduzierung von versiegelten „Asphalt und Beton-Flächen“.

Autor: pm

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