29.07.2017 Landshut

Jetzt meldet sich die SPD zur „Causa Bürgermedaille“.

OB hat das Recht, einen Kandidaten vorzuschlagen

Robert Gewies (SPD)
Foto: Peter Litvai
Die SPD hat nun auch eine Stellungnahme in der Diskussion um die Verleihung der Bürgermedaille an Förderer-Chaf Dr. Ernst Pöschl abgegeben – und stellt sich hinter den Oberbürgermeister.

Zur Berichterstattung in den Landshuter Medien zur unsäglichen Entwicklung anlässlich der Nominierung der diesjährigen Kandidaten der Goldenen Bürgermedaille sieht die SPD-Stadtratsfraktion (im Bild Fraktionsvorsitzender Robert Gewies) aus ihrer Sicht dringenden Korrekturbedarf und hat eine Stellungnahme abgegeben.

 

"Es war seit jeher neben Stadtratsfraktionen das Recht des Oberbürgermeisters, eine Kandidatin oder einen Kandidaten für die Verleihung der Goldenen Bürgermedaille vorzuschlagen. Dieses Recht hat der OB mit einer möglichen Nominierung vom Vorsitzenden der Förderer Dr. Ernst Pöschl wahrgenommen. Die Vorschläge von Mitgliedern des Stadtrates oder des OB waren in der Regel gut durchdacht und ebenso begründet, weshalb es eigentlich nie große Diskussionen um diese Vorschläge gab. Schon alleine deshalb, weil trotz nicht öffentlicher Sitzung und absoluter Vertraulichkeit in der Vergangenheit die Presse verbotenerweise von irgendwelchen Personen immer wieder informiert wurde. So auch in diesem Fall. Ein solches Verhalten wirft nicht nur ein äußerst schlechtes Licht auf den Stadtrat, es beschädigt auch die betroffene Person und man kann den Bezug zu den Förderern in diesem Fall nicht wegdiskutieren.

 

Wir wissen leider nicht, wer die Presse informiert hat, sehr wohl aber, wer den Vorschlag Dr. Pöschl nicht mittragen wollte, zumindest nicht dieses Jahr. Der Versuch vom Fraktionschef der CSU, Rudolf Schnur, das Ganze mit Verfahrensfehler des OB zu rechtfertigen, schlägt aus unserer Sicht fehl. Ebenso kann man das ganze Vorgehen der CSU nicht damit erklären, dass die Bürgermedaille ganz im Zeichen der Feuerwehr stehen würde. Es könnte sehr wohl neben zwei verdienten Mitgliedern der Feuerwehr auch ein hoch verdientes Mitglied der Förderer geehrt werden.

 

Die SPD-Stadtratsfraktion erklärt deshalb abschließend, dass sie voll hinter der Nominierung von Dr. Ernst Pöschl steht und bedauert diese mehr als traurige Entwicklung. Wir sind stolz auf die Leistung der Förderer, die mit der Landshuter Hochzeit den Namen Landshut in die ganze Welt tragen und uns wunderschöne drei Wochen ermöglicht haben. Das ist eine Mammutleistung aller 2.500 Mitwirkenden, aber natürlich auch mit den jahrelangen Vorbereitungsarbeiten des Vorstandes und in erster Linie des 1. Vorsitzenden Dr. Pöschl."

Autor: lw

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Kommentare
Kommentare ansehen 31.07.2017 15:26 | von: unbekannt
CSU mal wieder
Wie hier Herr Schnurr wieder versucht Stimmung zu machen... unglaublich!
Mit den ständigen Attacken gegen UNSEREN Landshuter OB Putz hat sich die CSU mal wieder schön ins eigene Fleisch geschnitten. Besserung/Einsicht/konstruktive Politik? Fehlanzeige! pfeilAntworten
Kommentare ansehen 30.07.2017 18:33 | von: Klartext
klartext
Mit dieser Presseerklärung steigen die Erfolgsaussichten, dass künftig auch die Ehefrauen bestimmter Stadträte eine kostenlose Einladungskarte von den Förderern erhalten... pfeilAntworten
Kommentare ansehen 31.07.2017 13:09 | von: Montecristo
CSU-Grabenkämpfe im Wahlkampffieber?
"Ja, ist denn schon wieder Wahlkampf?" möchte man fragen. Der Schuß der CSU jedenfalls gegen den OB ist deftig nach hinten losgegangen. So deftig, dass sich u.a. der gescheiterte OB-Kandidat Radlmeier schon gleich mal vom Verhalten seiner eigenen Fraktion im Rathaus distanziert hat - die LZ hat berichtet.

Wenn da mal nicht wieder die alten Gräben zwischen der Radlmeier- und der Haslinger-Fraktion in der CSU aufgerissen sind ... So naiv zu glauben, dass mit dem Rückzug von Radlmeier und der Übernahme des Kreisvorsitzes durch den ach so ehrgeizigen Herrn Dr. Haslinger das Kriegsbeil begraben gewesen wäre, sind ja hoffentlich nur die allerschwärzesten der Schwarzen. Der Konflikt schwelt weiter, die CSU ist und bleibt ein zerstrittener Haufen von politischen Ehrgeizlingen und Gschaftlhubern. pfeilAntworten

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