09.03.2017 Landshut

Rotlichtverstöße werden kaum mehr geahndet

Polizei kapituliert an der roten Ampel!

Landshuts letzter Rotlichtblitzer, der aber gar nicht mehr blitzt.
Foto: Alexander Schmid
Hat die Polizei schon aufgegeben? Es scheint so, denn es gibt in Landshut keine einzige aktive Blitzampel mehr. Ist dies ein Freifahrtschein für Raser?

Stadtrat Rudi Schnur (CSU) ist der Überzeugung, dass dringend etwas unternommen werden muss. Die Situation beim Kaserneneck, sagt nicht nur er, ist untragbar. Verkehrsteilnehmer, die aus Richtung Vilsbiburg kommen, missachten gern das Rotsignal der Ampel an Landshuts größter Kreuzung. Lkws donnern bei Rot oft noch in die Kreuzung, wohl auch, weil sie wegen des Tempos an der abschüssigen Strecke gar nicht mehr halten können oder wollen.

 

Die Situation ist brandgefährlich. Einen Rotlichtblitzer, wie es ihn vor Jahren nach einem Antrag Schnurs dort gab, wird wohl trotzdem nicht mehr installiert werden. Die sind in der Stadt in den letzten Jahren alle abgebaut worden bzw. nicht mehr aktiv, wie die Polizei bestätigt. Die Jagd nach den Rotlichtsündern, sie ist zu teuer, zu aufwendig und zu wenig erfolgversprechend. Eine Kapitulationserklärung an der Ampel.

 

In der Luitpoldstraße steht noch einer der Starenkästen. Der bei Autofahrern gefürchtete rote Blitz leuchtete dort allerdings auch schon lange nicht mehr auf. „In Landshut gibt es keine Rotlichtblitzer mehr“, sagt Ulrich Deser, Verkehrsexperte bei der Landshuter Polizei. Die Kosten seien für diese Geräte immens, der Nutzen viel zu gering. „100.000 bis 200.000 Euro“, so Deser, würde die Installation eines solchen Rotlichtblitzers kosten. Viele Autofahrer, die von so einem Blitzer erwischt worden sind und ihren Führerschein abgeben sollten, seien aber vor Gericht gezogen – und hätten in vielen Fällen recht bekommen. Die Anwälte wüssten heutzutage ganz genau, wie sie argumentieren müssten, um ihre Mandanten rauszupauken, so der Polizist.

 

Knackpunkt ist die Zeit, die verstrichen ist, nachdem die Ampel auf Rot umgeschaltet hat und das Auto den Messpunkt passiert hat. Geschieht das innerhalb einer Sekunde, nachdem die Ampel auf Rot umgeschaltet hat, kommt der Fahrer mit einer Geldbuße davon und darf seinen Schein behalten.

 

Den ganzen Artikel lesen Sie in unserem E-Paper HIER.

Autor: Alexander Schmid

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