09.07.2012 Landshut

FDP-Stadtrat gewinnt "Kampfkandidatur"

Zeitler will in den Bundestag

Dr. Christoph Zeitler
Der Hochschulprofessor und Landshuter Stadtrat Christoph Zeitler wurde am Sonntag im Hotel „Schönbrunn“ in Landshut zum FDP-Direktkandidaten für die Bundestagswahl 2013 im Wahlkreis 228 Landshut nominiert.

 

Zeitler setzte sich in einer Kampfabstimmung gegen den Mitbewerber um die Direktkandidatur, den Polizeibeamten Josef Rudingsdorfer (Bad Abbach) aus dem Landkreis Kelheim mit großer Mehrheit durch. Zeitler erhielt 24, Rudingsdorfer 3 Stimmen bei einer Enthaltung von den insgesamt 28 stimmberechtigten Parteimitgliedern. Als Listenkandidat wurde, auf den Vorschlag von Zeitler, der Landwirt Markus Sponbrucker (Rottenburg) gewählt.

 

Zeitler stellte in einer Vorstellungsrede seine inhaltlichen Schwerpunkte vor und warb für "freiheitliche Lösungen". Steuersenkungen und ein Abbau der Verschuldung bleiben für die FDP weiterhin ein wichtiges Thema. Zeitler forderte deshalb die sofortige Abschaffung des Solidaritätszuschlages. Neben seinem klaren Ja zu den erneuerbaren Energien machte Zeitler deutlich, dass die Versorgung mit Energie sicher und vor allem auch bezahlbar bleiben muss. Die Energiewende in zehn Jahren erreichen zu wollen bezeichnete er als „politische Lebenslüge“. Zeitler: „Wir werden viel länger brauchen und es wird sehr viel mehr kosten. Das müssen wir dem Wähler offen sagen."

 

Bei der Euro- und Schuldenkrise bekannte sich der FDP-Bundestagskandidat dazu, ein entschiedener Gegner der gigantischen Rettungsschirme zu sein. „Schulden kann man nicht dadurch bekämpfen, dass man immer neue draufpackt. Wir können nicht mit dem Geld der deutschen Steuerzahler die Pleitestaaten und Zockerbanken in ganz Europa retten“. Zeitler will deshalb auch in Deutschland Volksabstimmungen einführen. „Der Bürger soll über den weiteren Weg in Europa abstimmen“.

Autor: ad

Weitere Nachrichten aus dem selben Ort: