26.07.2012 Landshut

Renommierter Fernsehpreis für Landshuter Talent

Als McLug plötzlich ganz oben auf der Bühne stand


Matthias Luginger, alias McLug, aus Landshut gewinnt renommierten BLM-Fernsehpreis.

Um den Gewinn eines Fernsehpreises angemessen zu begießen, nehme man: eine Stretchlimousine mit Chauffeur, ein paar feierwütige Freunde und eine Privatlounge in einer angemessenen Diskothek. Dass „Mc Lug“ vom lokalen Fernsehsender „rfl“ feiern kann, ist für seine Freunde nichts Neues. Doch er kann viel mehr als die Korken knallen lassen und flotte Sprüche reißen. Am Dienstag, 10. Juli, wurde ihm in Nürnberg der „Lokalfernsehpreis“ der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) verliehen. Eine der angesehensten Auszeichnungen in diesem Bereich.


Mit Selbstironie hat er es in die Herzen seiner Zuschauer und auch der Jury geschafft und wurde für den Beitrag „McLug begrüßt die Marktgemeinde Rohr in der rfl-Senderfamilie“ (zu sehen auf youtube) zusammen mit seinem Kollegen Stefan Schmidpeter in der Kategorie Unterhaltung geehrt.


Für seinen Beitrag zieht Mc Lug von Haus zu Haus und inspiziert mit viel Witz und Charme die neuen Zuschauer des vergrößerten Sendegebiets des Landshuter Lokalfernsehens.


Doch wie schafft man es bis zum Lokalfernsehpreis der BLM? Für Matthias Luginger, so sein richtiger Name, war schon früh klar, wohin er wollte. „Für mich stand schon in der 8. Klasse fest, dass ich nichts anderes will, als Journalist zu werden“, sagt er heute. Anfangs versuchte er sich mit einem Praktikum bei einer Zeitung, kam dann aber schnell über die Fachoberschule zum Landshuter Lokalfernsehen „und dort hab ich mich dann in Bild, Ton und Text verliebt.“


Daraufhin besuchte er die bayrische Akademie für Fernsehen und schloss diese mit Diplom ab. Nach einigen Jobs bei Fernsehsendern wie dem Bayerischen Rundfunk und Sat1 landete er letztlich doch wieder beim „rfl“ und hat dort heute seine eigene Sendung „Mc Lug trifft“. Doch trotz Fernsehpreis und lokaler Bekanntheit durch Fernsehbeiträge wie sein „EM-Tagebuch“ oder das „Alpakaorakel“ ist der Entertainer auf dem Boden der Tatsachen geblieben.


Laut eigener Aussage ist er im Grunde genau das Gegenteil von „Mc Lug“, der einen auf „obergeil und megacool“ macht. Dass ihn inzwischen Leute auf der Straße erkennen, gehört zu seinem Job, bei Autogrammanfragen ist er jedoch immer noch geschockt. „Im Kino hat mich ein Mädel mal nach einem Autogramm gefragt. Zu der hab ich dann gesagt, sie soll doch bitte nicht so laut sein und sich hinsetzen, und ich geb‘ dir ganz schnell eines, aber nicht, dass es jeder merkt.“ Letztlich ist er also doch noch der „Matze“, der seinem Traum, eines Tages ein eigenes Format bei einem großen Sender zu haben, immer näher kommt.

Autor: ad

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