09.03.2017 Traunstein

Berufsberatung per WhatsApp:

Handwerker oder doch eher der Pflegetyp?

Agentur für Arbeit, Arbeitsamt
Foto: Hannes Lehner
Jugendliche können sich jetzt über WhatsApp einwählen und durch das unterhaltsame Frage-Antwort-Spiel der Arbeitsagentur einen Hinweis auf ihren Traumberuf bekommen.

Julien Bam als Berufsberater. Gibt´s nicht? Gibt´s doch -, zumindest fast! Der Youtube-Star ist das Gesicht des neuen Angebots der Bundesagentur für Arbeit und bietet über WhatsApp für Jugendliche eine erste Orientierung zur Berufswahl an. „Der What´sMeBot stellt dir jetzt 8 Fragen, die dir helfen herauszufinden, welcher Beruf typisch für Dich sein könnte“, begrüßt der Youtube-Star mit schwarzer Wuschelfrisur und tätowierten Unterarmen die jungen User.

Jugendliche verbringen ohnehin viel Zeit mit WhatsApp, sei es um Informationen auszutauschen, oder um einfach nur zu chatten. Wieso soll man in dem Portal dann nicht auch gleich den Einstieg in die Berufswahl machen?, so der Gedanke der Arbeitsagentur. Den Dialog führt dann aber doch nicht Julien Bam, sondern ein Social Bot, eine Software, die auf die Eingabe der Jugendlichen reagiert.

Jugendliche finden unter www.dasbringtmichweiter.de unter dem Button „Typisch ich“ die Telefonnummer, mit der sie sich in WhatsApp einwählen können, um dann gleich mit dem unterhaltsamen Frage-Antwort-Spiel zur Berufswahl loszulegen. Dieses wird durch motivierende Kommentare wie „Alles klar. Klingt nach einem guten Plan.“ oder „Geht klar. Du Bist der Boss“ und lustige Bilder unterstützt, sei es der schlafende Eisbär, bevor es zu der Frage geht – „Was tun in einer langweiligen Schulstunde?“ -, oder das Pferd, das über den Zaun schaut und die nächste Frage mit der Bildunterschrift ankündigt: „Gleich ist Partytime“.

Die Jugendlichen haben auf jede Frage vier Antwortmöglichkeiten, zum Beispiel: „Eure Abschlussparty steht an. Bei welchen Aufgaben bist Du dabei?“

1. Ich sorge für Essen, Trinken und dafür, dass alle Spaß haben.
2. Ich plane die Party – jemand muss ja den Überblick haben.
3. Ich mach auf jeden Fall die Deko.
4. Ich baue Bühne und Anlage auf.

Antworten kann man mit der passenden Zahl, oder mit einem Emoji.

Am Ende bekommen die Jugendlichen ihre Profilkarte, aus der hervorgeht, ob sie eher der „handwerklich-technische“, kaufmännisch-verwaltende“, „sozial-pflegerische“, oder „kreative Anpacker“ Typ sind.

Julien Bam nennt im Anschluss daran gleich den Link auf die Seite http://dasbringtmichweiter.de/typischich/ ,der zum passenden Berufsfeld des Chat-Partners führt. Hier können sich die Jugendlichen dann über alle Bereiche noch einmal detailliert informieren.

Der Test ist keine verbindliche Empfehlung, aber schon mal eine grobe berufliche Orientierung. Am besten, der Jugendliche geht mit den Ergebnissen zum Berufsberater, dann hat man schon mal eine gute Grundlage für’s Gespräch.

Und der Berufsberater ist vielleicht nicht Julien Bam, aber ein kompetenter Gesprächspartner, der bei der Entscheidung unterstützt und den Lotsen im Informationsdschungel spielt.

Autor: pm/glr
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