17.05.2017 Passau

Jubiläumsfeier am kommenden Sonntag

50 Jahre Caritas-Seniorenheim Mariahilf in Passau

50 Jahre Caritas-Seniorenheim Mariahilf in Passau
Foto: Caritas
Wenn ältere Menschen die Anforderungen des Alltages nicht mehr alleine meistern können und wollen, ist für sie und ihre Familien entscheidend: gute Pflege und perfekte Versorgung in einem persönlichen Umfeld.

Im Passauer Caritas-Seniorenheim Mariahilf verstehen sich Bewohner, Pflege- und Hauspersonal als eine christliche Hausgemeinschaft. Es gilt, wie 1967 festgelegt, das Miteinander „getragen von gegenseitigem Vertrauen, von christlicher Liebe, Geduld und Rücksichtnahme“. Diese Hausgemeinschaft mit den Angehörigen feiert das 50-jährige Jubiläum am Sonntag, 21. Mai. Um 10 Uhr beginnt der Gottesdienst in der Hauskapelle. Beim Festakt um 11 Uhr spricht Diözesan-Caritasdirektor Michael Endres. Um 13 Uhr beginnt der Markt mit traditionellem Handwerk.

 

Weil jeder Mensch einzigartig ist, will der Leiter des Seniorenheimes, Christian Schacherbauer, einen Lebensraum für die individuellen sozialen, kulturellen und religiösen Erfahrungen schaffen, die Senioren in Wohngruppen und damit familienähnlichen Strukturen betreuen aber gleichzeitig die verbliebenen Fähigkeiten stabilisieren. Lebensbegleitung kann man sagen, mal vollstationär, mal in Kurzzeit-oder Tagespflege, „bewusst in einem kirchlichen Haus, weil die Bewohner das Seelsorge-Angebot mit Gottesdiensten und Andachten schätzen“.

 

Kleine überschaubare Wohngruppen und großzügige Aufenthaltsbereiche: das Konzept und das Haus sind immer wieder erneuert und erweitert worden, zuletzt 2010. 86 Frauen und Männer bezogen 1967 den Neubau, dessen herrliche Lage über den Dächern Passaus und dennoch gut an die Stadt angebunden noch immer überzeugt. Aktuell finden 127 Senioren Aufnahme. Und das immer kurzfristiger, wie Christian Schacherbauer betont. „Wir helfen den Familien, die mit ihren Kräften am Ende sind, wirklich schnell, selbst am Wochenende können wir Personen aufnehmen“.

 

Rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - viele in Teilzeit - pflegen und umsorgen die Senioren. Dazu gehören Einzel- und Gruppenangebote wie Gedächtnistraining, Gymnastik, Sitztanz, Singkreis und natürlich die zahlreichen Feste im Jahreskreis. Denn die Senioren sollen sagen können: „Hier bin ich zu Hause". Auf Qualität wird geachtet. „Die muss passen“, betont der Leiter und verweist auf das kontinuierlich gut ausgebildete Personal. Vor wenigen Wochen wurden Palliativ-Care-Fachkräfte geschult, um Menschen auch in schwerer Krankheit und in der Sterbephase begleiten zu können. So ist das Caritas-Seniorenheim seit fünf Jahrzehnten ein erfahrener, zuverlässiger Partner für professionelle Pflege und Betreuung.

 

Was schon vor 50 Jahren ein Problem war, hat sich nicht geändert. Pflegenotstand. Mitarbeiter sind schwer zu finden. Deshalb ist es für den Heimleiter so wichtig, dass das Personal in Mariahilf vielfach über Jahrzehnte langfristig und beständig arbeitet. Die Bewohner kennen damit ihre Bezugspersonen im Haus, umgekehrt natürlich auch. Das schafft letztlich diese Hausgemeinschaft, die vor 50 Jahren gegründet wurde und Tag für Tag gelebt wird. Denn ein Heim besteht nicht in erster Linie aus einem Bauwerk, sondern aus Menschen. Für deren liebevolle Pflege, so wie man sich das vorstellt und auch für sich selbst wünscht, braucht es mehr Geld, mehr Zeit und mehr Personal. Übrigens zeigt sich die Qualität einer Gesellschaft unter anderem darin, wie sie mit ihren alten Menschen umgeht.

 

Bauliche Wegmarken:

Das Seniorenheim Mariahilf wurde nach zweijähriger Bauzeit im April 1967 eingeweiht. Der damalige Caritasdirektor Prälat Ludwig Penzkofer war treibende Kraft für das Haus mit rund 100 Plätzen, neun davon für die Pflege ausgelegt. In der Zeit von 1980 bis 1982 wurde unter der Federführung von Caritasdirektor Prälat Konrad Unterhitzenberger ein Neubau mit 36 Einzelzimmern errichtet. In den folgenden Jahren gab es stetig Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen, wie den Einbau von Rufanlagen, die Renovierung der Großküche und Neugestaltung der Kapelle und des Gartens. Der Haupttrakt mit dem Eingangsbereich 2009/2010 wurde umgebaut, ein Erweiterungsbau mit zwölf seniorengerechten Zimmern neu erstellt. Aktuell gibt es Überlegungen für die bauliche Neugestaltung des noch nicht renovierten Teils des Heims.

 

Mehr Geld, mehr Zeit und mehr Personal

Was ist den älteren Menschen besonders wichtig?

Welche Wünsche haben sie?

Wie ist das Umfeld, auf dessen Unterstützung sie zurückgreifen können?

Welche Betreuungsform ist zu bevorzugen?

Welche gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen braucht es heute?

 

Christian Schacherbauer, Leiter des Seniorenheimes Mariahilf, steht für Ihre Fragen zur Verfügung, 0851/399 700.

Autor: pm/jg

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