18.03.2017 Passau

Zu Gast an der Universität Passau

Abgeordneter zu Besuch – nächster Halt: Forschungsuniversität!

Unipräsidentin Prof. Dr. Carola Jungwirth, MdL Bernhard Roos, Unikanzler Dr. Achim Dilling
Foto: Büro Roos
Der Landtagsabgeordnete Bernhard Roos traf sich mit der Präsidentin der Universität Passau, Prof. Dr. Carola Jungwirth, und dem Kanzler Dr. Achim Dilling, um sich über die aktuellen Entwicklungen an der Universität Passau zu informieren.

Die Themen des Gesprächs zwischen der Präsidentin, dem Kanzler und dem Landtagsabgeordneten waren so vielseitig, wie die Aufgaben einer zeitgemäßen und zukunftsfähigen Universität selbst. Im Mittelpunkt stand jedoch die strategische Ausrichtung der Universität Passau unter der Präsidentschaft von Prof. Dr. Jungwirth. Ihr Anliegen sei es, den Schwerpunkt von der Lehruniversität zu einer Forschungsuniversität zu verschieben. Ein wichtiger Schritt, um dieses Ziel zu erreichen, sei die Antragstellung der Universität Passau im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder. Es würden alle Kräfte dafür gebündelt, „die Uni zu einer Forschungsuniversität zu machen“, so die Präsidentin.

 

Eine der größten Stärken der Universität Passau sei ihre interdisziplinäre und internationale Vernetzung. So ergebe sich gerade an der Schnittstelle zwischen der Philosophischen Fakultät und der Fakultät für Informatik und Mathematik ein großes Potenzial etwa im Hinblick auf das Forschungsgebiet Mensch-Maschine-Interaktion. Die weltweiten Partnerschaften der Universität und die grenzüberschreitenden Kontakte einzelner Lehrstühle gelte es in Zukunft verstärkt zu nutzen, um die Internationalisierung auf Forschungsebene voranzutreiben, so Prof. Dr. Jungwirth.

 

Mit dem Fachbereich "Deutsch als Zweitsprache/Deutsch als Fremdsprache", der enorme gesellschaftliche Bedeutung besitzt, wird die Lehrerbildung an der Universität Passau weiter gestärkt werden. Ob dieses Lehrangebot in Zukunft durch eine breitere Aufstellung in Sachen Berufsschullehramt ergänzt werden könne, sei momentan noch offen.

 

Um die hervorragenden Voraussetzungen für exzellente Forschung und innovative Lehre künftig weiterentwickeln und der Ausbauzielplanung gerecht werden zu können, sei die Schaffung neuer Stellen, gerade in der Verwaltung ein zentrales Anliegen der Universität Passau, bekräftigte Kanzler Dr. Achim Dilling. In diesem Punkt waren sich alle drei Gesprächsteilnehmer einig. Damit die Universität Passau ihr Angebot in Zukunft weiter ausbauen kann "muss von Seiten der Staatsregierung in die Schaffung neuer Stellen investiert werden", stimmte der Landtagsabgeordnete der Universitätsleitung zu.

 

Des Weiteren lag Roos das Thema verfasste Studierendenschaft als "ureigene Forderung der SPD", am Herzen. Die Präsidentin betonte, sich nicht gegen solche Pläne zu stellen, sollten sie verwirklicht werden. Sie hielt jedoch gleichzeitig fest, dass diese angesichts des erheblichen Mehraufwands für die Studierenden in ihren Augen wenig sinnvoll erscheinen. Dass es in Bayern überhaupt in naher Zukunft eine verfasste Studierendenschaft geben wird, bleibt zu bezweifeln. Die CSU-geführte Staatsregierung wehrt sich vehement gegen die Einführung eines solchen Gremiums. Damit bleibt Bayern das einzige Bundesland ohne verfasste Studierendenschaft.

 

Insgesamt konnten bei dem Gespräch wichtige Punkte geklärt werden und es bleibt festzuhalten, dass die Universität Passau positiv und gestärkt in die Zukunft blicken kann.

Autor: pm / uh

Weitere Nachrichten aus dem selben Ort: