12.09.2017 Bad Griesbach / München

„Menschen sollen die Chance haben, ihre Gesundheit wiederherzustellen“

Gesundheitsministerin Huml für Reha-Gespräch in der Region

Von links: MdL Dr. Gerhard Waschler, Gesundheitsministerin Melanie Huml, Reha-ZentrumGeschäftsführer Stefan Scharl und MdL Walter Taubeneder.
Foto: Stefanie Starke
„Menschen sollen die Chance haben, ihre Gesundheit wiederherzustellen“. CSU-Abgeordnete holen Gesundheitsministerin Huml für Reha-Gespräch in die Region.

Es war nicht das erste Gespräch in dieser Sache: Bereits vor einem Jahr hatten sich die CSU-Abgeordneten Walter Taubeneder und Dr. Gerhard Waschler den Anliegen der Reha-Klinik-Betreiber aus der Region angenommen – „damals hatten uns die Abgeordneten zugesagt, dass sie unsere Anliegen weitertragen und zu einem weiteren Gespräch die Ministerin mit uns an einen Tisch holen – und sie haben Wort gehalten“, so Stefan Scharl, Geschäftsführer des Reha-Zentrums „Passauer Wolf“ in Bad Griesbach.

 

Die Bayerische Gesundheitsministerin hatte sich viel Zeit genommen, um auf sämtliche Fragen der Vertreter von Klinikbetreibern aus der Region einzugehen und die Anliegen auch entsprechend aufzunehmen. „Für mich ist es von besonderer Bedeutung, dass Menschen eine Chance bekommen, ihre Gesundheit wiederherzustellen“, so Melanie Huml gleich eingangs.

 

„Die Kliniken sind unverzichtbare Einrichtungen, sie helfen Menschen in Not und sind gleichzeitig auch bedeutender Arbeitgeber“, betont auch MdL Walter Taubeneder. Auch Landrat Franz Meyer war zum Gespräch gekommen – sein Anliegen: „Wir müssen unser Prädikat ‚Gesundheitsregion plus‘ auch nachhaltig mit Leben füllen.“ Ob Infektionsschutzgesetz, Datenschutz, das Thema Krankenhaushygiene oder auch die Anerkennungs- und Weiterbildungsverfahren von ausländischen Ärzten wurden diskutiert. „Die Verfahren müssen unbedingt beschleunigt werden, auch vor dem Hintergrund, dass es immer wichtiger wird, Ärzte überhaupt ins Haus zu bekommen“, so Prof. Dr. Hannes Schedel, Geschäftsführer der Klinik Prof. Schedel GmbH in Kellberg. In Zeiten der EU könne man seiner Meinung nach eine schnellere und unbürokratischere Anerkennung erwarten. Ein Fokus der Diskussion lag auch auf dem Ansatz „Reha zur Prävention“.

 

„Die Nachrangigkeit der Reha sollte abgeschafft werden, denn in vielen Momenten macht es sicherlich Sinn, die Rehabilitation rechtzeitig, vielleicht eben auch im Rahmen der Prävention, zu starten“, wirft Michael Fitz, Kaufmännischer Leiter der Waldburg-Zeil Klinik Niederbayern, in den Raum. Gleiches gelte seiner Einschätzung nach auch für die sogenannte 4-Jahresfrist. „Hier müsste Raum für individuellere Regelungen geschaffen werden“, so Fitz weiter.

 

Rehas wie vor 20 Jahren gebe es schon lang nicht mehr, die Branche habe sich grundsätzlich verändert und weiterentwickelt – „die Krankheitsbilder und Patienten sind heutzutage andere“, so Scharl, der damit auch die größeren Anforderungen an das Ärzte- und Pflegeteam in Spiel bringt. „Ein sehr gelungenes Arbeitsgespräch, bei dem zahlreiche Punkte angesprochen worden sind. Schließlich gilt es auch allgemein für das Thema Rehabilitation zu sensibilisieren. Zudem werden alle Gesundheitsthemen schon aufgrund der demographischen Entwicklung jeden Tag wichtiger für unsere Gesellschaft“, betont MdL Waschler. „Man hat nicht jeden Tag eine Ministerin zu Gast, daher sind wir sehr dankbar, dass unsere Anliegen gehört wurden und wir Gelegenheit hatten Klartext zu sprechen – ein wertvoller Austausch für uns“, so Scharl, als Gastgeber in der „Passauer Wolf“ Hotelklinik Maria Theresia, abschließend.

Autor: Pressemitteilung

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