29.07.2017 Bayern

Mehr Zeit für mehr Lebensqualität

MdL Roos: Das richtige Maß für G9 neu finden

Bernhard Roos
Foto: bernhard-roos.de
Während die Schülerinnen und Schüler in Bayern nun sechs Wochen Zeit haben, Abstand vom Schulalltag zu nehmen, stehen der Politik weitere Diskussionen bevor:

Erste Grundideen für das „G9 neu“ sind zwar bereits veröffentlicht, doch bleiben weiterhin Fragen offen. MdL Bernhard Roos freut sich über die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium: „Wir haben lange dafür gekämpft, dass die Staatsregierung ihren Fehler mit der überstürzten Einführung des achtjährigen Gymnasiums zurückzieht. Jetzt geht es darum, das ‚G9 neu‘ in die richtige Bahn zu lenken.“


Der SPD-Landtagsabgeordnete fürchtet zu wenige Veränderungen zugunsten der Schüler. „Ein Jahr mehr Zeit zum Lernen bedeutet nicht zwangsläufig weniger Stress.“ Gemeint sind die zahlreichen Forderungen nach mehr Stunden. Insgesamt 19 zusätzliche Wochenstunden werden auf die Gymnasiasten zukommen. Vorwiegend sollen diese für die Hauptfächer Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen aufgewendet werden. Roos verweist hier auf die Notwendigkeit, auch die MINT-Fächer (Mathe, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) zu fördern. „Hier liegt die Zukunft für viele der heranwachsenden Berufstätigen.“, so der Abgeordnete. Das Kultusministerium sieht außerdem eine fächerübergreifende Vermittlung von politischem Wissen vor. Dazu Roos: „Junge Menschen sollten früh lernen, welchen Einfluss sie durch ihre Stimmberechtigung haben.“ Langfristig erhofft sich der Sozialdemokrat einen Anstieg der Wahlbeteiligung sowie Nachfolger in kommunalen Gremien, Land- und Bundestag.


„Man lernt für das Leben – nicht für die Schule.“ Wie oft hören Schüler diesen Spruch im Rahmen ihrer schulischen Ausbildung? Doch fehlt genau dieser Bereich am Gymnasium. „Wir dürfen nicht vergessen, den Kindern und Jugendlichen ganz alltägliche Dinge mit auf ihren Lebensweg zu geben: Kochen, Werken, Steuererklärung, Handyvertrag, … Es gibt viel, was sie später vor Herausforderungen stellt, aber gerade auf dem Weg in eine akademische Ausbildung außer Acht gelassen wird.“


Bei all der Diskussion um das Anheben der Wochenstundenzahl mahnt der vierfache Vater abschließend, das richtige Maß zu finden: „Ziel der Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium ist es, unsere Schülerinnen und Schüler zu entlasten und sie wieder Kind sein zu lassen. Wir müssen ihnen Raum geben, sich selbst zu entfalten und zu entwickeln.“

Autor: Pressemitteilung

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