18.08.2017 Vilshofen

Ausstellungseröffnung zum Vilshofener Volksfest

Wahrlich keine Wunst – und ein SMS-Gruß aus Helsinki!

Von links: Walter und Regina Schmidtmayer, Walter Wanninger, Gertraud Höltl, Schrottkunst von W. Schmidtmayer), Dominik Hohenbleicher, Albert Moser und Bürgermeister Florian Gams.
Foto: Fritz Greiler
Vilshofener Neue Gruppe stellt in der Rathausgalerie am Stadtplatz aus - bis 27. August, donnerstags bis sonntags von 15 bis 18 Uhr

„Kunst kommt von Können, nicht von Wollen, sonst müsste es ja Wunst heißen“ – dieses Zitat des als Karl Valentin legendär gewordenen Komikers und Volkssängers Valentin Ludwig Fey bewahrheitet sich wie alle Jahre wieder bei der traditionellen Ausstellung der Vilshofener Neuen Gruppe zum Volksfest. Bereits seit 40 Jahren sei dies in der Vilsstadt Tradition, betonte Bürgermeister Florian Gams bei der Eröffnung am gestrigen Donnerstag (17. August).


Seit 1998 gibt es die „neue“ Künstlergruppe mit wechselnden Gastkünstlern. Heimlicher Star, vor allem heuer – nach seiner sehr erfolgreichen Werkschau auf Schloss Neuburg und spätestens seit der Auszeichnung mit dem Kulturpreis des Landkreises Passau (Verleihung am 29. September) –, ist Walter Wanninger aus Aunkirchen. Und mit den Bildern und Objekten des pensionierten Kunstlehrers am Gymnasium, wo er auch Jahrzehnte die Theatergruppe leitete, ist man wieder beim Valentin Karl. Wanninger teilt mit diesem einen ähnlich doppelbödigen, hintersinnig-intelligenten Humor.


Gruppenausstellungen bieten zwar eine große Bandbreite an Stilrichtungen, sind aber für die Beteiligten insofern undankbar, da in Presseschauen selten auf jedes einzelne Mitglied in der gebotenen Gebühr eingegangen werden kann. Hiermit sei generell ein Besuch der 2017er-Präsentation empfohlen, denn jede/r für sich ist ein Könner in seinem Kunstsegment.


Noch bis 27. August sind in der Rathausgalerie am Vilshofener Stadtplatz von Donnerstag bis Sonntag, 15-18 Uhr, die Werke zu sehen von: Andreas Heckmann, Dominik Hohenbleicher, Gertraud Höltl, Bernd Huber, Albert Moser, Regina und Walter Schmidtmayer sowie Walter Wanninger. Präsentiert wird über Altmeisterliches im witzigen Gewand auch Abstraktes, zudem Schrott-Assemblagen, Fotokunst und Stillleben bis hin zu zeitkritischen Cartoons.


Zur Vernissage gab es übrigens heuer einen SMS-Gruß aus Helsinki – „Ich bin in Gedanken bei euch!“ – von Künstler Bernd Huber an Bürgermeister Gams, der diesen vor den Gästen launig kommentierte: „Wer‘s glaubt …“

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Von links: Walter und Regina Schmidtmayer, Walter Wanninger, Gertraud Höltl, Schrottkunst von W. Schmidtmayer), Dominik Hohenbleicher, Albert Moser und Bürgermeister Florian Gams.
Foto-Leuchtkästen von Andreas Heckmann
Tochter und Gatte (r.) von Künstlerin Gertraud Höltl unterhielten musikalisch; im Hintergrund Bilder von Bernd Huber.

Autor: Fritz Greiler