01.02.2017 Regensburg/Oberpfalz

Feuer

Achtung bei der Entsorgung – wenn die Asche noch glüht, wird es richtig gefährlich

Feuer, Glut
Foto: 123rf.com
Was kann es Schöneres geben, als nach einem anstrengenden Arbeitstag die Füße hochzulegen und den eigenen Kaminofen anzuzünden, um die behagliche Wärme und das Prasseln des Feuers zu genießen? Manchem Kaminofenbesitzern sind die Folgen dieser Wärmenutzung allerdings schon zum Verhängnis geworden.

Viele nutzen zum Wärmen einen eigenen Kaminofen. Gerade zur Heizsaison kommt es dabei immer wieder zu Bränden. Es wird mit so genannten nachglühenden Stoffen, darunter auch Kaminasche, falsch umgegangen. Oftmals ist den Kaminofenbesitzern nicht bekannt, wie lange die mutmaßlich kalte Asche noch Wärme speichert und dann einen verheerenden Brand auslösen kann. Experten von Feuerwehr und Polizei nehmen eine Wärmespeicherung der Zündenergie in der Asche von mehreren Tagen an.

 

Wie kann es beispielsweise zu einem Brand kommen?

Immer wieder kommt es vor, dass Ofenbesitzer die vermeintlich kalte Asche in nicht geeignete Behältnisse einfüllen. Beispielsweise wird die Asche in Pappkartons, Plastiktüten oder Plastikeimer gegeben und dann in die Mülltonne oder zunächst in den Abfalleimer zum restlichen Hausmüll geleert. Enthält die Asche allerdings noch glühende Anteile, die mitunter oberflächlich schwer zu erkennen sind, entsteht in dem Behältnis ein Schwelbrand. Aufgrund weiterer Materialen in Mülltonne oder Abfalleimer kann sich der Brand schnell ausbreiten und auf die weitere Umgebung übergreifen.

 

Ein solcher Schwelbrand kann sich innerhalb weniger Minuten zu einem Vollbrand entwickeln, so die Brandermittler der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg. Der falsche Umgang mit Asche kann wie am Wochenende in Laaber im Ortsteil Ziegelhütte passiert, einen Brand eines Wohnhauses auslösen. Dort wurde heiße Asche im Bereich der Veranda gelagert. Der Schaden am Wohnhaus beläuft sich auf 150.000 Euro. Glücklicherweise kam niemand zu Schaden.

 

Das Polizeipräsidium Oberpfalz empfiehlt daher die Verwendung von ausreichend getrocknetem Holz und die regelmäßige Wartung der Kaminöfen durch den Kaminkehrer/Schornsteinfeger. Die Asche sollte man ausreichend abkühlen lassen und zur Lagerung nicht brennbare Behältnisse nutzen, beispielsweise einen Metalleimer. Nach drei Tagen kann davon ausgegangen werden, dass die Asche kalt ist! Wenn nach gewissenhafter Prüfung keine Zweifel mehr bestehen, kann diese in die entsprechende Mülltonne umgefüllt oder anderweitig entsorgt werden. Bei Heizen mit Kohle kann sich der Abkühlvorgang einige Tage verlängern. Den Aufbewahrungsbehälter, wie zum Beispiel einen Metalleimer mit der Asche, sollte man nicht in der Nähe anderer brennbaren Materialen aufbewahren.

 

"Mit diesen Empfehlungen können Sie das Risiko eines Brandes, verursacht durch den falschen Umgang mit Asche/Glut, erheblich minimieren. Dem Genuss der wohltuenden Wärme ihres Kaminfeuers steht somit nichts mehr im Wege", so die Polizei.

Autor: pm / uh

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