15.03.2017 Regensburg

Landgericht Regensburg

Er sprengte zwei Geldautomaten in Pentling in die Luft – nun steht er vor Gericht!

Unbekannte sprengen Geldautomaten in Pentling in die Luft
Foto: Ratisbona Media
Mit einem Gasgemisch soll ein Mann im vergangenen Jahr zwei Geldautomaten der Sparkasse in Pentling in die Luft gesprengt haben. Nun muss sich der, im Jahr 1973 in Polen geborene, Mann vor dem Landgericht Regensburg verantworten. Verhandlungsauftakt ist am Montag, 20. März.

Ihm werden schwerer Bandendiebstahl in zwei Fällen, vorsätzlicher gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen.

 

Der Angeklagte soll am Freitag, 1. Juli 2016, um 1.30 Uhr mit zwei Komplizen zwei Geldautomaten der Sparkasse in Pentling aufgesucht haben. Das Trio soll die vorhandenen Überwachungskameras mit schwarzer Farbe besprüht haben. Anschließend sollen sie ein Gasgemisch in zwei Geldautomaten eingeleitet und angezündet haben. Beide Geldautomaten wurden daraufhin in die Luft gesprengt. Das Trio entwendete 196.000 Euro Bargeld und ergriff die Flucht.

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Zu einem spektakulären Einbruch kam es in der Nacht auf Freitag, 1. Juli, in Pentling. Die bislang unbekannten Täter konnten eine Beute von mehreren zehntausend Euro machen.
Zu einem spektakulären Einbruch kam es in der Nacht auf Freitag, 1. Juli, in Pentling. Die bislang unbekannten Täter konnten eine Beute von mehreren zehntausend Euro machen.
Zu einem spektakulären Einbruch kam es in der Nacht auf Freitag, 1. Juli, in Pentling. Die bislang unbekannten Täter konnten eine Beute von mehreren zehntausend Euro machen.

 

Trio landete im Straßengraben

Nur wenige Stunden später um 7.45 Uhr soll das Trio mit einem Pkw mit gefälschten Kennzeichen in der Nähe der Tschechischen Grenze unterwegsgewesen sein, als sie durch zwei Polizeibeamte einer Verkehrskontrolle unterzogen werden sollten. Der Angeklagte und seine beiden Komplizen sollen daraufhin versucht haben, mit ihrem Pkw zu flüchten und die Polizeibeamten von der Straße zu drängen. Nachdem das Trio im Straßengraben gelandet sein soll, soll es versucht haben, zu Fuß zu flüchten. Der Angeklagte soll schließlich – auch trotz großem Widerstand – von einem der beiden Polizisten zu Boden gebracht und verhaftet worden sein. Die beiden anderen Täter konnten mit der Beute fliehen.

 

Bereits ein paar Monate früher soll das Trio einen Geldautomaten in Kretzschau gesprengt und 57.000 Euro erbeutet haben. Am selben Tag sollen sich die drei Männer eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert haben. Angeblich warfen sie händeweise Reifentöter aus dem Beifahrerfenster auf die Autobahn und beschädigten so 13 nachfolgende Autos. Die Männer konnten entkommen.

 

Die beiden Komplizen des Angeklagten werden gesondert verfolgt. Für den Prozess sind insgesamt sechs Verhandlungstage angesetzt. 

 

Hier geht es zu unserer Erstmeldung vom Freitag, 1. Juli 2016!

Autor: Verena Bengler

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