11.10.2017 Eggenfelden/Landshut/Regensburg

Verbrechen

In Flüchtlingsheim entmannt: Täter verrät nicht, wo der Penis des Opfers ist!

Eine grausame Tat ereignete sich offenbar in einer Flüchtlingsunterkunft im niederbayerischen Eggenfelden: Ein 28-Jähriger wurde getötet. Jetzt kam heraus: Der Täter wurde zuvor von dem Mann vergewaltigt. Was dann geschah, lässt schaudern.
Foto: Holger Becker
Die schreckliche Bluttat von Eggenfelden wird immer bizarrer: Nach Informationen des Wochenblatts musste die Polizei Spürhunde einsetzen, um nach dem Penis eines getöteten Ukrainers zu suchen. Der Täter, ein Kasache, hatte behauptet, in einer Gruppenvergewaltigung zuvor Opfer des Getöteten geworden zu sein.

Die Tat hat deutschlandweit für Erschütterung gesorgt: Am Samstag, 23. September, tötet ein 47-jähriger Kasache in einer Asylbewerberunterkunft in Eggenfelden einen 28-jährigen Ukrainer. Die zuständige Staatsanwaltschaft Landshut äußerte sich nur knapp, gab an, dass ermittlungstaktische Gründe über den Tatablauf und weitere Hintergründe keine Angaben gemacht werden könnten. Und dann das: Vergangenen Mittwoch berichtete das Wochenblatt exklusiv über eine Tat, die ratlos macht angesichts ihrer Brutalität, aber auch der vorangegangenen Straftaten, die im Raum stehen. Die Staatsanwaltschaft Landshut indes mauert nach wie vor.


Das ist offenbar geschehen: Der 47-jährige Kasache, der die tödliche Attacke ausführte, wurde laut seinen eigenen Angaben bei der Vernehmung durch die Polizei zuvor selbst Opfer. Der Mann sei von mehreren Tschetschenen in der Unterkunft festgehalten und von dem 28-jährigen Ukrainer brutal vergewaltigt worden, hatte der Mann ausgesagt. Und auch die von der Polizei als Streiterei mit Todesfolge geschilderte Tat scheint eher eine brutale Hinrichtung gewesen zu sein: Denn der 47-jährige Mann rächte sich offenbar an seinem mutmaßlichen Vergewaltiger mit einer unfassbaren Brutalität. Die Spurenlage vor Ort sei aber eine andere, hieß es von der Staatsanwaltschaft - es gibt also Zweifel, ob sich der Mann die Vergewaltigung nicht nur eingebildet hat. Offenbar schlug der später verhaftete 47-Jährige seinen mutmaßlichen Vergewaltiger jedenfalls nieder, fesselte ihn – und entmannte ihn. Der 28-Jährige verblutete noch im Asylbewerberheim.


Jetzt werden weitere Details bekannt, die das Geschehen in jener Unterkunft in Eggenfelden nochmals in ein unheimliches Licht tauchen. Nach Informationen des Wochenblatts sucht die Polizei nach dem Penis des 28-Jährigen! Aus Polizei-Kreisen verlautbarte, dass man sogar Mantrailer-Hunde eingesetzt hat, die darauf spezialisiert sind, feinste Gerüche eines Menschen zu wittern. Bislang ohne Erfolg!


Der Täter hat Angaben aus Justizkreisen zufolge gesagt, er werde nicht verraten, wohin er den Penis des 28-Jährigen getan hat, der solle ohne seine Weichteile begraben werden. Die Staatsanwaltschaft hatte sich bislang zu diesen Details nicht geäußert, lediglich davon gesprochen, dass die Schilderungen des Mannes von den Spuren am Tatort abwichen. Im Asylbewerberheim im einst idyllischen Eggenfelden jedenfalls haben die Bewohner eine Art Altar errichtet, wo sie dem Opfer gedenken. Fraglich ist, ob die Staatsanwaltschaft wegen Beteiligung an einer Gruppenvergewaltigung weitere Ermittlungen eingeleitet hat.


Staatsanwalt sagt nichts zum fehlenden Penis
Kürzlich verfügte die Behörde, die Unterbringung des Mannes in eine psychiatrische Klinik zu beantragen. Er gilt damit als psychisch krank und womöglich schuldunfähig. Das Verhalten der Justiz-Behörden in dem Fall erinnert an ein Ereignis aus Regensburg Ende März 2017: Ein damals 23-jähriger Syrer hatte einen ihm völlig unbekannten Mann von hinten auf offener Straße mitten am Tag angegriffen und ihm ein Messer in den Rücken gerammt. Der Mann war zuvor in einer dezentralen Unterkunft untergebracht, keiner will dort bemerkt haben, dass er psychisch krank war. Die Regensburger Staatsanwaltschaft indes sprach bereits am nächsten Tag von einer psychischen Erkrankung.


Auf Anfrage, ob das Genital des Opfers tatsächlich noch nicht aufgetaucht ist, mauert die Staatsanwaltschaft Landshut weiter. Sprecher Steinkraus-Koch antwortete auf Anfrage des Wochenblatts, dass die Behörde „auch weiterhin wegen der laufenden Ermittlungen zum Kerngeschehen der Tat keine Erklärungen abgeben, um nicht durch von uns autorisierte oder veranlasste Presseveröffentlichungen Zeugenaussagen zu beeinflussen.“ Über den Einsatz von Hunden entscheide allein die Polizei, dazu könne man sich also auch nicht äußern.

Autor: Christian Eckl