06.10.2017 A3/Nittendorf

Schwerer Unfall

Kleintransporter prallt auf Sicherungsanhänger, 23-Jähriger stirbt auf der A3


Foto: Alexander Auer
Am Freitag, 6. Oktober, gegen 8.30 Uhr, befuhr ein 23-jähriger Mann aus dem westlichen Landkreis Regensburg mit seinem in der Stadt Münster/NRW zugelassenen Kleintransporter VW T5 die Autobahn A3 in Fahrtrichtung Nürnberg. Zwischen den Anschlussstellen Sinzing und Nittendorf war zu diesem Zeitpunkt eine Baustelle eingerichtet, an der der linke Fahrstreifen gesperrt war. Hier kam es zum Unfall.

Der Verkehr wurde zweispurig über den rechten Fahrstreifen und den Seitenstreifen an der Baustelle vorbeigeführt. Zur Ankündigung der Baustelle und zur Reduzierung der Geschwindigkeit auf 80 km/h waren im Bereich vor der Baustelle auf dem Seitenstreifen mehrere Verkehrsleitanhänger aufgestellt. Zur tatsächlichen Sperrung des linken Fahrstreifens war etwa 250 Meter vor der Baustelle ein auf die bauausführende Firma aus dem Landkreis Ebersberg/BY zugelassenen 14-Tonner-Lkw DaimlerChrysler mit angehängtem Verkehrsleitanhänger abgestellt.

 

Aus noch nicht bekannten Gründen fuhr der 23-jährige Mann mit dem Kleintransporter ohne Ausweich- oder nennenswerte Bremsreaktion und ohne Fremdbeteiligung auf diesen Verkehrsleitanhänger auf. Nach Zeugenaussagen war der VW T5 dabei aber nicht mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Durch den Anprall wurde die Front des Kleintransporters hauptsächlich linksseitig stark eingedrückt. Der Verkehrsleitanhänger wurde total beschädigt, am Lkw entstand leichter Sachschaden.

 

Der 23-Jährige wurde durch Ersthelfer aus dem Fahrzeug geborgen. Sofort eingeleitete Reanimationsmaßnahmen durch die Besatzung des als erstes am Unfallort eintreffenden Regensburger Rettungshubschraubers blieben leider erfolglos, der junge Mann verstarb noch an der Unfallstelle.

 

Es waren neben mehreren Besatzungen der Verkehrspolizeiinspektion Regensburg noch der Rettungsdienst mit mehreren Fahrzeugen sowie die Feuerwehren aus Sinzing, Nittendorf, Undorf, Pentling und Viehhausen eingesetzt. Die zuständige Autobahnmeisterei Pollenried übernahm im weiteren Verlauf die Absicherung der Unfallstelle.

 

Mit der Landung des Rettungshubschraubers musste die Autobahn komplett gesperrt werden. Diese Vollsperre musste auch noch für die Ermittlungen des von der Staatsanwaltschaft Regensburg angeforderten Unfallsachverständigen aufrechterhalten werden. Es bildete sich ein Stau, der bis zum Autobahnkreuz Regensburg zurückreichte. Um 10.30 Uhr konnte die Vollsperrung teilweise wieder aufgehoben werden, der Verkehr wurde einspurig über den Seitenstreifen an der Unfallstelle vorbeigeführt.

 

Die unfallbeteiligten Fahrzeuge wurden sichergestellt und durch ein Bergeunternehmen abtransportiert. Die Unfallstelle war nach Abschluss der Unfallaufnahme und der Berge- und Aufräumarbeiten gegen 13.40 Uhr wieder geräumt. Es dauerte allerdings noch sehr lange, bis sich die Stauungen im freitäglichen Berufsverkehr aufgelöst hatten.

 

Der Vollständigkeit halber wird der Gesamtsachschaden an den Fahrzeugen auf etwa 40.000 Euro geschätzt.

Autor: Pressemitteiung

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