18.03.2017 Schierling-Eggmühl

Stadt-Umlandbahn

Laabertalbahn, Innenstadtstrecke Regensburg und Städtedreiecksbahn sinnvoll kombinieren

Der bayerische Landesverband des Verkehrsclub Deutschland hatte am Samstag, 18. März, zum Treffen der Reaktivierungsinitiativen in Bayern geladen. Schwerpunkt waren die Strecken Eggmühl-Langquaid und Maxhütte-Haidhof-Burglengenfeld.
Foto: Pro Städtedreiecksbahn
Der bayerische Landesverband des Verkehrsclub Deutschland hatte am Samstag, 18. März, zum Treffen der Reaktivierungsinitiativen in Bayern geladen. Schwerpunkt waren die Strecken Eggmühl-Langquaid und Maxhütte-Haidhof-Burglengenfeld.

Nachdem Bernd Sluka, Vorsitzender des VCD-Bayern die Teilnehmer begrüßte, Christian Kiendl, Bürgermeister von Schierling das Auditorium willkommen hieß und Josef Weigl, Geschäftsführer der GfN, die Grüße der Landrätin Tanja Schweiger überbrachte, referierten Jan Mascheck, Pro Städtedreiecksbahn, und der Heidelberger Verkehrsplaner Robert Wittek-Brix, LTE Heidelberg, über den Ansatz und die Vorzüge einer Stadt-Umlandbahn- Regensburg: "Wenn man die drei unter schwieriger Rentabilität stehenden Einzelprojekte Laabertalbahn, Innenstadtstrecke Regensburg und Städtedreiecksbahn sinnvoll kombiniert kommt ein hochattraktives und hoch rentables Verkehrssystem zum Vorschein", so Wittek-Brix. "Die Bahn kann auf den Umlandstrecken mit einem Hybridantrieb und durch die Stadt Regensburg mit Oberleitung wie eine Straßenbahn fahren. Eine Elektrifizierung der Stichstrecken nach Langquaid und Burglengenfeld sei nicht erforderlich." Es solle eine stufenweise Umsetzung sein, zunächst müsse die Entscheidung zugunsten eines Mischsystems (nach BoStrab und EBO) fallen, dann sollten Hybridfahrzeuge/Leichttriebwagen wie im Chemnitzer Modell zunächst von Burglengenfeld in den Hauptbahnhof fahren, dort "Kopf machen" und weiter bis nach Eggmühl und Langquaid. Bei diesem ersten Schritt sollen bestehende Linien in Eggmühl und Maxhütte-Haidhof "geflügelt" werden, diese Hybridtriebwagen schaffen eine Geschwindigkeit von 110Km/h, beschleunigen schneller als herkömmliche Wagen und sparen 30 Prozent Treibstoff dabei. In einem nächsten Schritt werden diese Linien dann durch Regensburg ähnlich der Stadt-Umlandbahn Erlangen von der Isarstraße bis zum Hauptbahnhof geführt.

 

Wolfgang Lahoda und Wolfgang Treppesch von der Laabertalbahn stellten dann die Streckenspezifika ihrer Lokalbahn vor und wiesen auf den dringenden Renovierungsbedarf hin. Nach einer Sonderfahrt mit der Bahn nach Schierling zum Mittagessen informierte Herr Dr. Wolfgang Schlüter über den Probebetrieb der Bahn Gotteszell-Viechtach und Norbert Moy von ProBahn über die Klage gegen den Stillegungsbeschluß der Wasserburger Altstadtbahn. Er wies insbesondere auf die grob fehlerhafte Ausarbeitung des Gutachtens zu diesem Thema hin.

 

Dr. Johann Niggl, Geschäftsführer der BEG informierte über die Leistungen der BEG über die letzten 20 Jahre und wie die Budgetierung für die nächsten 20 Jahre aussieht, allein 70 Prozent der zur Vefügung stehenden Summe werden für "Baumaßnahmen" verwendet, rund 30 Prozent für den Betrieb der Bahnen. Aus seiner Sicht unterfinanziert.

 

Gefragt nach Chancen für die Stadt-Umlandbahn Regensburg mit Durchbindung durch die Stadt führte er aus: "Mit den Triebwagen des Karlsruher Modells – also mit zwei verschiedenen Oberleitungsstromsystemen – ist die Umsetzung unmöglich." Wittek-Brix pflichtete ihm bei: "Dies gelingt auf unelektrifizierten Strecken nur mit oberleitungsunabhängigen Hybridfahrzeugen wie beim Chemnitzer Modell!"

 

Unter den Teilnehmern waren die Landtagsabgeordnete Sylvia Stiersdorfer, Bürgermeister Christian Kiendl (Schierling), Bürgermeister Herbert Blaschek (Langquaid), Dr. Segerer (IHK), Helmut Wilhelm (Forum Regensburg) sowie viele Kreisräte und Kommunalpolitiker aus den Landkreisen Regensburg und Kelheim.

Autor: pm / uh

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