11.04.2015 Regensburg

Ausflug

Regensburger CSU-Mitglieder auf bildungspolitischer Informationsfahrt

CSU-Reisegruppe am Denkmal der Luxemburger Großherzogin Charlotte, die das Land über 45 Jahre von 1919 bis 1965 regierte.
Foto: Andreas Schmidl
"Auch wenn Sie eine eher konservative Reisegruppe sind, muss ich Ihnen sagen, dass Karl Marx am 5. Mai 1818 hier in diesem kleinen roten Haus in Trier geboren wurde", sagte Marita Lehnen und deutete auf ein Häuschen in der Nähe der Porta Nigra, dem alten römischen Stadttor und Wahrzeichen von Trier. Die angesprochene, 58 Personen starke Gruppe waren Teilnehmer einer politischen Bildungsreise der Regensburger CSU-Ortsverbände Hohengebraching-Pentling, Graß und Oberisling-Leoprechting.

Die viertägige bildungspolitische Informationsfahrt nach Trier und Luxemburg war, wie schon ähnliche Reisen nach Straßburg, Berlin und Brüssel, perfekt vom Pentlinger Gemeinderat Erwin Skorianz vorbereitet und organisiert. Nach der Abfahrt am Ostermontag und Zwischenstop am Hockenheimring, wurde ein Vier-Sterne-Hotel in Trier bezogen. Danach eine Weinprobe im Weingut G.F. von Nell, das sich seit der Säkularisation 1803 in Familienbesitz befindet. Vor dem deliziös zubereiteten Grillfleisch mit Kartoffelauflauf wurde ein 2001er Trierer Kurfürstenhofberg Riesling Eiswein, die Flasche für 48 Euro, gereicht. Das war (Gott-sei-Dank) im Reisepreis inbegriffen.

 

Am zweiten Tag ging es ins Großherzogtum Luxemburg. Eindrucksvoll war der Vortrag und die Führung in der Abgeordnetenkammer, ein Prachtbau aus dem Jahre 1860. Die technische Ausstattung des Plenarsaals gehört zu den modernsten Europas. Jeder der sechzig Abgeordneten verfügt an seinem Platz über einen eigenen Computer, der ihm Zugang zu parlamentarischen Dokumenten und Mails bietet. Nächster Programmpunkt war die Besichtigung des Europäischen Rechnungshofs, der die Aufgabe hat, die ordnungsgemäßen Erhebungen und Verwendungen der EU-Mittel und Beiträge zur Verbesserung des Finanzmanagement der EU zu kontrollieren. Tausend Mitarbeiter aus den 28 EU-Ländern versuchen hier, die Übersicht über das EU-Vermögen zu behalten ...

 

Am Mittwoch dann Stadtführung in Trier, der ehemals römischen Kaiserstadt, in der Konstantin der Große 306 nach Christus Kaiser wurde und sein Riesenreich von England über Frankreich, Spanien, Portugal bis nach Nordafrika regierte. Er gründete 324 Konstantinopel und war der erste christliche Kaiser. Nach einer sehr sonnigen Moselschifffahrt ging es abends in die Weinstube "Zum Domstein". Besonders das "porcellum praeduras", das Spanferkel aus dem Ofen in Damaszener-Pflaumen-Sauce sorgte für Aufsehen! Anschließend wurde der 5:3-Sieg der Bayern nach Elfmeterschießen im DFB-Pokal-Viertelfinale bei Bayer 04 Leverkusen in der Hotellobby verfolgt. Hier ging es der Reisegruppe besser als Pep Guardiola, der das Match auf einem wahrscheinlich recht unbequemen Klappstuhl verfolgte.

 

Der Stop bei der Rückreise fand in Würzburg statt. Festung Marienberg, Alte Mainbrücke, Grafeneckhart mit Rathaus, das Portal des Neumünsters sowie Marienkapelle am Marktplatz mit den Portalfiguren Adam und Eva von Tilman Riemenschneider bildeten den krönenden Abschluss einer herrlichen und äußerst interessanten Bildungsreise.

 

Zur Reiseleitung gehörten neben Erwin Skorianz die Regensburger Stadträtin, stellvertretende CSU-Fraktionsvorsitzende und CSU-Ortsvorsitzende in Oberisling-Leoprechting, Dagmar Schmidl, sowie der CSU-Ortsvorsitzende in Graß. Georg Reisinger, und Robert Islinger, Gemeindearbeiter in Pentling und erfahrener und zuverlässiger Busfahrer.
 

Autor: pm / uh

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