21.12.2012 Regensburg

Bitte um Rücksicht:

Streusalz und Hundepfoten – eine ungute Kombination

Streusalz und Hundepfoten - eine ungute Kombination
Foto: privat
Gerade ist der Schnee wieder weggetaut, doch das nächste Glatteis bahnt sich schon wieder an. Und dann leiden vor allem wieder die Hundepfoten – dann nämlich, wenn zu viel Streusalz verwendet wird.

Streusalz und Hundepfoten, das ist eine ungute Kombination. Das, was bei uns Menschen nur unschöne Ränder an den Stiefeln gibt, tut unseren vierbeinigen Hausgenossen richtig weh. Eine Wochenblatt-Leserin meldet sich und fragt nach, ob es denn überhaupt erlaubt sei, Salz zu streuen. Ja und nein, denn das entscheidet jede Kommune selbst.

 

In der Stadt Regensburg ist die Sache eindeutig geregelt: Hier ist das Verwenden von Streusalz auf öffentlichen Wegen und Plätzen grundsätzlich verboten. Nur dann, wenn Treppen oder starke Steigungen eisfrei gemacht werden müssen, oder aber bei Blitzeis ist es erlaubt, Salz zu verwenden. Hier dürfen dann aber höchstens 25 Prozent Salz in einer Mischung mit abstumpfenden Mitteln, zum Beispiel Sand oder Split, enthalten sein. "Aus umweltfreundlichen Aspekten heraus wurde das 'Streusalzverbot’ auf Gehwegen im öffentlichen Raum festgelegt. Die Verordnung wurde über den Stadtrat verabschiedet“, teilt die Pressestelle der Stadt Regensburg auf Anfrage mit. Aber: "Das Salzstreuen auf Privatgrund ist nicht verboten bzw. in der Sicherungsverordnung der Stadt Regensburg nicht explizit aufgeführt.

 

Streusalz schadet auch Autos und Gebäuden
Wenn also private Grundstücke durch Besitzer oder Mieter mit Salz gestreut werden, so hat man kaum eine Handhabe. Hier blieben dann nur das Gespräch mit dem Eigentümer und die Bitte, doch eventuell auf Salz zu verzichten oder etwas weniger zu verwenden. Wer allerdings nur aus Bequemlichkeit auf Streusalz zurückgreift, der sollte sich überlegen, vielleicht auf Sand oder Split umzusteigen. Sowohl Tiere als auch Bäume werden es danken, ganz abgesehen davon, dass Streusalz auch Autos und Gebäude angreift.

 

Die Ausrede, ohne Salz zahle eventuell die Versicherung bei einem Unfall nicht, ist dagegen in der Tat nur eine Ausrede. Die Versicherung gleichen hier ihre Verträge mit der jeweiligen Stadt ab, in der man wohnt. Das, was dann in der Stadt erlaubt oder verboten ist, ist Grundlage für den Versicherungsvertrag.

 

Unsere Wochenblatt-Leserin trägt momentan ihren kleinen süßen Hund, wenn Streusalz auf dem Gehweg liegt, nur noch auf dem Arm. Doch für größere Hunde ist dies natürlich keine Alternative. Hier bleibt nur, die Pfoten des Tieres nach dem Spaziergang sehr gründlich mit Wasser abzuwaschen und wieder trocknen zu lassen, danach kann man die geschundenen Pfoten mit einer Salbe eincremen.

Autor: Ursula Hildebrand

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