02.10.2017 Regensburg

Planungsprozess

ZOB und RKK: 'Vier, teils widerstrebende Interessen unter einen Hut kriegen? Geht das überhaupt?'

Studentenwohnheim am Ernst-Reuter-Platz in Regensburg
Foto: Eckl
"Vier, teils widerstrebende Interessen unter einen Hut kriegen? Geht das überhaupt?", so Fraktionsvorsitzende Margit Kunc anlässlich der Vorstellung der bisherigen Ergebnisse des Planungsprozesses "Stadtraum gemeinsam gestalten" in der letzten Stadtratssitzung.

Sie macht deutlich, dass es genau diese Frage war, die dem umfangreichsten und qualitätsvollsten Bürgerbeteiligungsprozess in der Geschichte Regensburgs zu Grunde liegt, an dem bis dato etwa 1.500 Bürgerinnen und Bürger teilgenommen haben.

 

Margit Kunc: "In der Verwaltung gab es bisher separate Planungsprozesse zur Realisierung eines Kultur- und Kongresszentrums (RKK), zur Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes mit Zentralem Busbahnhof (ZOB) sowie zur Einführung einer Stadtbahn. Für uns Grüne war klar, dass diese Planungen schon deshalb aufeinander abgestimmt werden müssen, um weitere Zielvorgaben, die für uns Grüne von elementarer Bedeutung sind, überhaupt erreichen zu können." Dies sind der weitgehende Erhalt des vorhandenen Baumbestandes, eine hohe Aufenthaltsqualität im gesamten Bahnhofsumfeld und die Stärkung des Alleengürtels.

 

Die Bürgerinnen und Bürger hätten sich mit großer Ideenvielfalt an dem Prozess beteiligt, so die Grünen-Politikerin. "Und die beiden Planungsteams haben sehr bemerkenswerte Grobkonzepte entworfen, die nun weiter ausgearbeitet werden müssen. Ich bin schon sehr gespannt, welche Gewichtung die Regensburger Bürgerinnen und Bürger, die nun zur Teilnahme an einer breiten Befragung aufgerufen sind, diesen Vorschlägen in Hinsicht auf die Notwendigkeit der Stadtbahn, die Nutzung des RKK als Haus für alle und die Neuordnung des Verkehrs am Bahnhofsvorplatz mit Stärkung des umweltfreundlichen Verkehrs sowie mehr Aufenthaltsqualität zumessen werden."

 

Mit Freude hat Margit Kunc auch die Aussage der Planungs- und Baureferentin Christine Schimpfermann gehört, dass das Gutachten zur Realisierung eines höherwertigen ÖPNV-Systems sehr ermutigend sei, was die von den Grünen lange favorisierte Stadtbahn angehe. "Ich bin sehr gespannt auf die Beschlussvorlage der Verwaltung hierzu, die noch im Oktober in den Stadtrat eingebracht werden soll. Wir Grüne werden uns zudem weiterhin dafür stark machen, dass die Bürgerinnen und Bürger in den weiteren, ja erst am Anfang stehenden Planungsverlauf dieser ineinander verschränkten Großvorhaben umfassend einbezogen werden."

Autor: Pressemitteilung

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