21.07.2012 Regensburg

Cool:

Fürstin Glorias Regentanz bei Roger Ciceros geiler Show


Foto: Günter Staudinger
Coole Fürstin: Bei strömendem Regen verharrte das Publikum bei Roger Cicero auf den Schlossfestspielen in Regen-Capes. Doch Gloria von Thurn und Taxis, die Bibel-Adelige mit Hang zur Exzentrik, bewies, dass es kein schlechtes Wetter gibt, sondern nur schlechte Kleidung!

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Da war sie wieder, Fürstin Gloria wie man sie kennt: Der Mini-Skandal um ihre Einladung von Viktor Orbán, bei dem einigen unserer Politiker die Spucke wegblieb, hat keinerlei Spuren bei der Adeligen hinterlassen. Im Gegenteil: Bei Roger Cicero am Freitag und im strömenden Regen bewies die Fürstin Humor, Taktgefühl (beim Tanzen) und dass sie eine richtig „coole Brez'n" sein kann, wie man so im Volksmund sagt. 

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Doch zunächst zum Konzert: Roger Ciceros Musik mag nicht jedermanns Sache sein. Die Mischung aus Jazz, Swing und Bossa Nova klingt nach einem deutschen Frank Sinatra. Aber: Cicero ist ein begnadeter Spieler mit der Laune des Publikums. Ein Auf und Ab, von der nachdenklichen Balade bis zum E-Gitarren- und Bass-Feuerwerk erlebte das trotz Hamburger Wetterverhältnissen zahlreich erschienene Publikum ein Wechselbad der Gefühle. 

 

Cicero hat es drauf, geht auf die Leute ein, begeistert sie, bringt sie vor die Bühne (das sieht man auch nicht bei jeder Aufführung der Schlossfestspiele). Der Musiker ist sich nicht zu schade, vom Podest zu steigen, seine wirklich guten Texte der ein oder anderen Dame im Publikum ins Gesicht zu schmettern und dabei zu lächeln wie ein schmalztriefender, pubertierender Junge (dabei ist er Jahrgang 1970, er ginge glatt als Twentiesomething durch …)

 

Dass Fürstin Gloria Roger Cicero richtig gut findet, belegte sie mit einer Art Regentanz: Mit Cape ausgerüstet, holte sie sogar noch jede Menge Hüte für die Herrschaften in der ersten Reihe (immer wieder mit dabei: Einige von Glorias Lieblingspriestern). 

 

Extra-Lob verdient natürlich das Publikum, weil es die garstigen Wetterbedingungen klaglos hinnahm. Vor allem aber die Musiker, die mit Cicero auf der Bühne standen, waren echt eine Klasse für sich. Geile Live-Performance am Freitagabend also, ein guter Abend im Schlosshof. 

Autor: Christian Eckl

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