12.10.2017 Pfarrkirchen

Jubiläum

700 Jahre Marktrecht: Minister findet es phänomenal


Foto: Holger Becker
Mit einer Festsitzung des Stadtrats im Hans-Reiffenstuel-Haus gedachte die Stadt Pfarrkirchen des 700-jährige Jubiläums der Verleihung der Marktrechte.

Mit einer Festsitzung des Stadtrats im Hans-Reiffenstuel-Haus gedachte die Stadt Pfarrkirchen des 700-jährige Jubiläums der Verleihung der Marktrechte an die damalige Siedlung durch die Wittelsbacher und damit einher gehend dem Aufbau einer kommunalen Selbstverwaltung. Zahlreiche Ehrengäste nahmen an der Sitzung teil, an der Spitze Bayerns Innemninister Joachim Herrmann, der auch die Festrede hielt.

 


Es sei schon phänomenal, welche Entwicklung Pfarrkirchen seit der Verleihung der Marktrechte im Jahr 1317 genommen habe, vor allem in den letzten Jahrzehnten, so der Minister. „Aber was wir heute an Wohlstand haben, das haben sich die Menschen hier vor Ort auch hart erarbeitet“, stellte Herrmann den Heimatgedanken in den Vordergrund, der in einer globalisierten Welt aktuell wieder mehr an Bedeutung gewinne..

 

Die phänomenale Entwicklung sei aber auch den Kommunalpolitikern vor Ort zu verdanken, die in München immer hart für die Heimat gekämpft hätten, allen voran der „Prototyp“ eines selbstbewussten Bürgermeisters, Georg Riedl. Der Freistaat müsse dafür aber auch dankbar sein, denn: „Es würde Bayern nicht gut tun, wenn wir schwache Kommunen hätten.“

 

Seit 1983 seien allein 18 Millionen Euro Fördergelder nach Pfarrkirchen geflossen, „aber wie ich sehe, ist es gut angelegtes Geld“, fügt der Minister hinzu. Die derzeit sprudelnden Steuereinnahmen müssten aber auch die Kommunen dazu nutzen, um jetzt in die Zukunft zu investieren.

 

Bürgermeister Wolfgang Beißmann erinnerte daran, welche Auswirkungen das Verleihen des Marktrechtes für Pfarrkirchen hatte: „Die Markterhebung bedeutete für Pfarrkirchen eine Prägung des Ortsbildes, wie es uns heute bekannt ist, weiter ergaben sich wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten, die von immenser Bedeutung waren, und natürlich als zentraler Punkt die Einführung der kommunalen Selbstverwaltung.“

 

Archivdirektor Dr. Martin Rüth vom Staatsarchiv Landshut zeigte in seiner Ansprache auf, dass es wichtig sei, Archive zu pflegen. Denn Wissen über die alten Zeiten finde man nur dort. Pfarrkirchen sei dabei vorbildlich, aber das müsse auch so bleiben, „damit ihre Nachfahren eine Vergangenheit bekommen“, so Rüth.

 

MdL Reserl Sem freute sich in ihren Schlussworten: „Was gibt es Schöneres, wenn ein Minister kommt und sagt, dass er das alles toll findet.“ Die musikalische Umrahmung der Festsitzung übernahm Caroline Schmidt-Polex an der Harfe.

 

Für Minister Joachim Herrmann gab es von den Pfarrkirchnern für seine Glückwünsche auch ein besonderes Geschenk: eine von Josef Neustifter entworfene Figur der Patrona Bavaria mit Pfarrkirchner Wappen. 

 

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Autor: Holger Becker
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