17.03.2017 Straubing/Niederbayern

Neue Einheit am Polizeipräsidium Niederbayern gegründet

Kontrollgruppe Motorrad sagt den schwarzen Schafen den Kampf an

Kontrollgruppe Motorrad1
Foto: Casdorf
Zum Start der Motorradsaison will die niederbayerische Polizei effizienter gegen Verkehrssünder vorgehen.

Die niederbayerische Polizei will effizienter gegen Verkehrssünder vorgehen. Am Freitag wurde in Straubing die neu gegründete „Kontrollgruppe Motorrad“ vorgestellt. Neun Beamte gehören der mobilen Einheit an, die besonders an den neuralgischen Punkten im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums eingesetzt werden soll.

Im Fokus stehen die viel befahrenen und unfallintensiven Bereiche bei St. Englmar (Lkr. Straubing-Bogen), am Arbergebiet bei Zwiesel sowie an der Ruselbergstrecke im Landkreis Deggendorf. „Wir wollen niemandem den Spaß am Motorradfahren verderben“, sagt Polizeioberrat Markus Völkl, Leiter des Bereichs „Verkehrsaufgaben“ beim Polizeipräsidium. Im Fokus stünden jene Biker, „die sich nicht an die Regeln halten.“

Kontrollgruppe Motorrad2
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Mit spezieller Ausstattung können die Beamten der Kontrollgruppe Verstöße effizienter ahnden.

Aggressives Fahren und Geschwindigkeitsverstöße (Hauptursache für Verkehrsunfälle) sollen konsequenter geahndet werden. Die „Kontrollgruppe Motorrad“ besteht aus Beamten, die bereits über entsprechende Vorkenntnisse verfügen und überdies mit Fachlehrgängen und Schulungen auf die neue Aufgabe vorbereitet wurden. Auch bei der Ausstattung (z.B. Digitalkameras, Schallpegel- und Drehzahlmessgeräten etc.) sind die Polizisten entsprechend ausgerüstet, um unerlaubte Manipulationen an den Maschinen (z.B. an den Auspuffanlagen) ahnden zu können. Schließlich, so Völkl, werde es „immer schwieriger, Verstöße festzustellen.“

Kontrollgruppe Motorrad1
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Die Kontrollgruppe Motorrad mit Leiter Stefan Schneider (5.v.re.)

Polizeihauptkommissar Stefan Schneider, Leiter der Motorradgruppe, skizzierte die Ziele seiner Einheit: Die Tempoverstöße sollen reduziert, massive Lärmbelästigungen durch Zweiradfahrer verhindert werden. Zudem wolle man das „Entdeckungsrisiko“ für die schwarzen Schafe erheblich erhöhen. Polizeihauptkommissar Friedrich Linner fasste die Stoßrichtung zusammen: jene Biker sollen eingebremst werden, "die sich und andere gefährden". Zwar sei die Zahl der Unfalltoten in Niederbayern in den letzten Jahren zurückgegangen, gleichzeitig jedoch die Zahl der Motorradunfälle insgesamt und auch die Zahl der dabei Verletzten kontinuierlich gestiegen.

Autor: dc

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