11.11.2013 Straubing

Kripo ermittelt

Seniorin (75) übergibt mehrere Tausend Euro nach Schockanruf

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Foto: Ingo Knott
Am Sonntag kam es in Straubing und Bogen erneut zu sog. "Schockanrufen". Von einer 75-jährigen Frau wurden mehrere Tausend Euro an einen Unbekannten übergeben. Die Kripo Straubing ermittelt.

Am Sonntag wurden im Stadtbereich Straubing zwei Fälle von "Schockanrufen" bekannt. Im ersten Fall übergab eine 75-jährige Frau mehrere Tausend Euro an einen unbekannten Mann. Der Unbekannte rief zuvor bei der Frau an und sagte ihr, dass ihr Sohn einen Unfall gehabt hätte und Geld bräuchte. Bereits nach kurzer Zeit kam der Mann vorbei und holte einen Betrag ab.

 

Mit der gleichen Masche versuchten es die Täter bei einer 31-jährigen Frau in Straubing und einer 53-jährigen Frau in Bogen. Hier durchschauten die Opfer allerdings den Täter und es kam zu keiner Geldübergabe.

 

Das Polizeipräsidium Niederbayern warnt in diesem Zusammenhang vor einem weiteren Auftreten des oder der Täter. Es ist eine bereits bekannte Masche, durch Anrufe und Vortäuschen einer Notlage insbesondere ältere Menschen zur Herausgabe von Bargeld zu bringen. Grundsätzlich sollten solche Mitteilungen immer sensibel hinterfragt werden, bevor irgendwelche finanziellen Transaktionen durchgeführt werden, Kinder sollten dazu auch mit ihren Eltern sprechen.

 

Bei den beschriebenen Mitteilungen sollten immer auch Rückrufe bei den betroffenen Angehörigen erfolgen, um den Wahrheitsgehalt zu bestätigen. Auf keinem Fall sollten Bargeldbeträge an der Haustüre an Unbekannte übergeben werden. Wenn Unglücksfälle vorliegen, kann auch ein Rückruf bei der jeweils zuständigen Polizeidienststelle Aufklärung bringen. Viele weitere Tipps rund um mögliche Betrugsvarianten finden sich auch unter www.polizeiberatung.de.

Autor: ss/pm

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