01.03.2016 Washington

Studie

Eine amerikanische Studie zeigt: Niemand mag Nachahmer – selbst Kinder nicht!

Streit Kinder prügeln schlagen
Foto: 123rf.com
Eine gute Idee ist manchmal Gold wert. Umso weniger gefällt es uns, wenn uns jemand einen Einfall klaut. Und auch Kinder schätzen Plagiate gering. Das fand jetzt ein amerikanisches Forscherteam heraus.

Das Forscherteam um Kristina Olson von der University of Washington stellte fest: Schon Fünf- bis Sechsjährige schätzen es nicht, wenn etwas nur nachgeahmt wird. "Niemand mag einen Nachahmer", haben die Wissenschaftler ihre Studie deshalb betitelt. Das Forscherteam befragte 126 Drei- bis Sechsjährige in den USA, China und Mexiko zum Thema geistiges Eigentum. In der chinesischen Kultur wird weitaus weniger Wert auf individuell geschütztes Eigentum gelegt als in der amerikanischen. Mexiko nimmt hier eine mittlere Position ein.

 

Die Kinder sahen sich drei kurze Videos an, in denen Puppen entweder ein eigenes neues Bild malten oder das Werk einer anderen Puppe kopierten. Dabei übernahmen die Nachahmerpuppen entweder das ganze Bild oder nur einzelne Teile. Die Kinder sollten dann die Puppen einschätzen.

 

Die Fünf- bis Sechsjährigen aus den USA, Mexiko und China waren sich einig: Sie verurteilten immer die Puppe, die ein Plagiat produziert hatte. Die Forscher erklärten, die Kinder entwickelten offenbar in dem Alter ein Wertschätzung für kreative Talente und Ideen. Die jüngeren Kinder hingegen konnten sich nicht einigen: während die drei- bis vierjährigen Kinder aus Mexiko die Puppen, die ihre eigenen Bilder malten mehr schätzten, bewerteten die amerikanischen und chinesischen Kinder sogar die Nachahmerpuppen als positiver. Die Forscher gehen davon aus, dass das Konzept des Nachahmens für die Kinder oft verwirrend sein kann: "Manchmal ist abschreiben sogar gut; wenn wir zum Beispiel lernen zu schreiben, lernen wir alle, wie man ein 'A' schreibt. Das kann für Kinder verwirrend sein."

Autor: Britta Reinsch

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