20.04.2017

Rom (AFP)

Fall von "Costa-Concordia"-Kapitän Schettino auf den 12. Mai vertagt

Mehr als fünf Jahre nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" mit 32 Toten hat sich die höchste Berufungsinstanz Italiens mit dem Fall des Kapitäns Francesco Schettino befasst. Dabei geht es um die Haftstrafe gegen den 56-Jährigen.
Foto: © 2017 AFP Bei der Havarie der "Costa Concordia" starben 32 Menschen
Mehr als fünf Jahre nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" mit 32 Toten hat sich die höchste Berufungsinstanz Italiens mit dem Fall des Kapitäns Francesco Schettino befasst. Dabei geht es um die Haftstrafe gegen den 56-Jährigen.

Mehr als fünf Jahre nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" mit 32 Toten hat sich am Donnerstag die höchste Berufungsinstanz Italiens mit dem Fall des Kapitäns Francesco Schettino befasst. Das Kassationsgericht in Rom begann in letzter Instanz mit den Anhörungen zur Haftstrafe gegen Schettino. Der 56-Jährige blieb der Anhörung fern, die auf den 12. Mai vertagt wurde.

Schettino war in erster und zweiter Instanz unter anderem wegen fahrlässiger Tötung zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Der Ankläger beim Kassationsgericht, Francesco Salzano, forderte die Richter auf, die Schuld Schettinos zu bestätigen und den Fall an ein neues Berufungsgericht zu verweisen, damit Schettino zu einer höheren Haftstrafe verurteilt werden könne.

Das Kassationsgericht könnte das Urteil bestätigen - oder den Fall wegen Verfahrensfehlern an ein Berufungsgericht zurückverweisen. Ob die Richter ihre Entscheidung noch am 12. Mai bekanntgeben, war unklar.

Die "Costa Concordia" war am 13. Januar 2012 mit 4229 Menschen an Bord auf einen Felsen vor der toskanischen Insel Giglio aufgelaufen. 32 Menschen, darunter zwölf Deutsche, starben; die Leichen von zwei Opfern wurden nie gefunden. Schettino hatte damals als einer der ersten das Schiff verlassen; später gab er an, von Bord gefallen und zufällig in einem Rettungsboot gelandet zu sein. Das brachte ihm den Spottnamen "Kapitän Feigling" ein.

Die Staatsanwaltschaft forderte im Berufungsverfahren im vergangenen Mai 27 Jahre Haft, Schettinos Verteidiger plädierten auf Freispruch. Sie machten geltend, dass ihr Mandant nicht der Hauptverantwortliche für das Unglück sei. Vielmehr hätten organisatorische Fehler zu dem Chaos nach der Havarie geführt, durch das sich die Rettung von Passagieren und Besatzung verzögerte. Solange das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, bleibt Schettino auf freiem Fuß.

Autor: Rom (AFP)

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