15.03.2017 Hamburg

Wo sind die Grenzen zu setzen?

Lehrerin versetzt, da ihr Verantwortung für zuckerkrankes Kind zu hoch erschien

Schule
Foto: 123rf.com
Lehrerin aus Hamburg im Streit mit der Schulbehörde. Die Folge ist ihre Versetzung, weil sie die Verantwortung über die Versorgung eines zuckerkranken Kindes nicht übernehmen wollte.

Wo endet der erzieherische Auftrag und wo beginnt die medizinische Unterstützung kranker Schüler/innen? Wie N24 berichtet, wurde offenbar eine Klassenlehrerin einer Vorschulklasse im Streit mit der Schulbehörde versetzt.

Der Grund: aufgrund fehlender fachlicher Bildung, wollte sie keine medizinischen Hilfemaßnahmen für ein an Diabetes erkranktes Kind übernehmen. Ihr sei die Verantwortung zu hoch, das Kind an die Messung des Blutzuckerspiegels zu erinnern sowie zu entscheiden, was bei zu hohen oder niedrigen Werten getan werden müsse.

Die Schulbehörde sehe dies allerdings nicht als medizinische Hilfemaßnahmen, sondern als dienstliche Pflicht an, was letztlich zur Versetzung führte. Über eine bundeseinheitliche Regelung werde bereits nachgedacht.

Autor: am

Weitere Nachrichten aus dem selben Ort: